Gründerväter entstammen dem örtlichen Schützenverein

Prunksitzung: Meckbach lacht zum 30. Mal

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Freuen sich auf den runden Faschingsgeburtstag: Lisa-Marie Hölzer (von links), Anna Lepke, Alt-Sitzungspräsident Willi Schröder, Patrick Braatz, Sonja Schröder, Sitzungspräsident Thorsten Ernst, Anne Schröder, Erwin Curth und Tabea Wetzel vom Schützenverein Meckbach. Um das ganze Bild zu sehen, bitte auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Meckbach. Seit 30 Jahren feiern die Meckbacher nun Fasching. Ihr alljährliches Motto lautet „Meckbach lacht zur Fassenacht“, Schlachtruf der Narren ist ein dreifaches „Meck-blau!“.

Die Gründerväter, zu denen immer mehr „Mütter“ gekommen sind, entstammen dem örtlichen Schützenverein, und deshalb war und ist es nicht verwunderlich, dass seit 1989 ins Schützenhaus eingeladen wird. Zu Narretei und derbem Frohsinn, anfangs „angestachelt“ von den Mecklarer Nachbarn, die den Meckbachern auf karnevalistischem Gebiet ein paar Jahre voraus waren. Während Mecklar mittlerweile aber wieder „Karnevalswüste“ ist, steht der Fasching in Meckbach in voller Blüte. „Rund 70 Leute machen mit, bereiten sich vor, proben und fiebern der Prunksitzung am Samstag vor Rosenmontag entgegen“, erzählt Willi Schröder, der 18 Sitzungen lang als Präsident amtierte und der nach wie vor zu den tragenden Säulen des Meckbacher Frohsinns zählt.

Zusammen mit Willi Apel tritt Schröder als „Dick und Doof“ auf. Dabei schenken sich die beiden nichts, denn Apel brachte schon als schlechtere Hälfte von „Apel & Apel“ die Narhalla zum Beben. Apels damalige bessere Hälfte, die nicht mit Willi, sondern mit Horst Apel verheiratete Sieglinde, mischt inzwischen bei den Milchpritsch- und Baumelbank-Geschwätzern mit, bei denen die Ereignisse des vergangenen Jahres durch den Kakao gezogen werden.

Das macht aus ganz speziellem örtlichen Blickwinkel auch Anna Lepke als „Protokollerin“ – in Nachfolge des legendären Klaus Ronkowski, dem schon mal mit dem Anwalt gedroht wurde. „Über den Schaden der Anderen wird auch bei uns am liebsten gelacht“, weiß Willi Schröder augenzwinkernd zu berichten.

Von Anfang an dabei sind die „Meckbacher Hofsänger“ mit „Allroundman“ Georg Wetzel und „Urgestein“ Erwin Curth, der als ältester Aktiver noch ganz genau weiß, wann Bühne und Konfettikanone gebaut und wann erstmals Preise für die schönsten Kostümierungen vergeben worden sind. Außer Konkurrenz starten insoweit immer die Mädels der Gymnastikgruppe des TSV und der Tanzgarde des Schützenvereins und natürlich auch die Jungs des Männerballetts, bei denen Patrick Braatz in diesem Jahr als Conchita Wurst auftritt.

Daran, dass die bei der Prunksitzung am Samstag, 2. März, 19.30 Uhr, vertretungsweise als Präsidentin amtierende Nicole Schröder seit 1992 an Timo Schröder vergeben ist, ist der Karneval zumindest mit schuld. Alt-Sitzungspräsident Willi Schröder hatte seinen Bruder Timo und Nicole, die damals noch Werner hieß, 1989 nämlich überredet, als Prinzenpaar aufzutreten. Und dabei ergab es sich, dass aus dem Prinzenpaar ein richtiges Paar wurde.

Karten für die Faschingssitzung des Meckbacher Schützenvereins kann man am Dienstag, 26. Februar, ab 19 Uhr im Vorverkauf im Schützenhaus „Am Pännerschgraben“ erwerben. Restkarten gibt es an der Abendkasse. Zum Kinderfasching wird dann am Rosenmontag ab 14.30 Uhr eingeladen. (apl)

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