70.000 Quadratmeter Wald wurden zerstört

Waldbrand: Der Schaden ist deutlich höher

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So sah es in der Nacht zu Donnerstag im Seulingswald aus. Noch immer ist die Feuerwehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. 

Aktualisiert um 17.45 Uhr  Nach dem Waldbrand bei Ludwigsau-Meckbach in Osthessen gingen die Nachlöscharbeiten bis Freitagnachmittag weiter.

Wie ein Sprecher der Polizei am Morgen mitteilte, waren zwischen 30 und 50 Feuerwehrleute vor Ort, um Glutnester in dem schwer zugänglichen Waldstück unter Kontrolle zu bringen. 

Bis zu 20 Feuerwehrleute haben noch bis zum Freitagnachmittag Brandwache gehalten und vereinzelte Brandnester gelöscht. Außerdem wurde mit dem Rückbau der provisorischen Wasserleitungen begonnen. 

Als Brandursache geht man weiter von Blitzschlag aus, auf Brandstiftung gibt es keine Hinweise. Kersten Eidam von Hessenforst hat die Schadenshöhe von zunächst grob geschätzten 50.000 jetzt auf mindestens 100.000 Euro beziffert. Teilweise sei von den Bäumen bis zu vier Meter hoch „nur noch Holzkohle übrig“. Hessenforst wolle aber schnell mit der Aufforstung beginnen und vor allem neue Eichen anpflanzen.

Die Löscharbeiten könnten je nach Wetterlage noch bis Samstag dauern. Dank des Regens, so der Sprecher, seien die Glutnester in dem 30 bis 40 Zentimeter tiefen Waldboden leichter zu bekämpfen.

Lesen Sie hier unseren ausführlichen Artikel zum Waldbrand: 

Großfeuer im Seulingswald bei Meckbach: 70.000 Quadratmeter Wald verbrannt

Nach einem Gewitter war das Feuer in der Nacht zu Donnerstag im Seulingswald bei Ludwigsau-Meckbach ausgebrochen. "Wir gehen davon aus, dass ein Blitz in den Wald eingeschlagen hat und das Feuer verursacht hat", teilte die Polizei mit. Betroffen war eine Fläche von etwa 70.000 Quadratmetern. Zeitweise waren 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Polizei und Hessen Forst im Einsatz. Drei Feuerwehrleute wurden bei ihrem Einsatz leicht verletzt. Den Schaden am Wald bezifferte ein Sprecher des Forstamtes Bad Hersfeld in einer ersten Einschätzung auf mindestens 50.000 Euro.

Die Waldbrandgefahr in der gesamten Region ist wegen der anhaltenden Trockenheit hoch. Hessens Umweltministerium bittet Besucher im Wald um erhöhte Vorsicht. Außerhalb ausgewiesener Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden. Der Deutsche Feuerwehrverband fordert bereits mehr Löschhubschrauber, um schnell reagieren zu können. (mit dpa)

Großer Brand im Seulingswald bei Meckbach

Hier befindet sich der Seulingswald: 

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