Hohe Entschädigungszahlung von Tennet

Ludwigsau gibt grünes Licht für den Bau der 380-kV-Stromtrasse

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In Ludwigsau kann jetzt mit dem Bau der 380-kV-Trasse begonnen werden. 

Ludwigsau. Einstimmig hat die Gemeindevertretung von Ludwigsau am Dienstagabend bei einer Sondersitzung grünes Licht für den Bau der umstrittenen 380-kV-Leitung Wahle-Mecklar auf dem Gemeindegebiet gegeben.

Zuvor hatten Bürgermeister Thomas Baumann und Vertreter der politischen Kräfte in der Gemeinde in harten Verhandlungen mit der Geschäftsführung von Trassenbetreiber Tennet eine Erhöhung der Entschädigungszahlungen an die Gemeinde von ursprünglich rund 400.000 Euro auf jetzt 952.273 Euro durchgesetzt. 

Hinzu kommen Ausgleichszahlungen für die Renaturierung des Meckbachs sowie etwaige Schäden an Straßen und Wegen, sodass Ludwigsau insgesamt rund 1,5 Millionen Euro von Tennet für den Bau der Leitung erhält. 

Nachdem kürzlich das Planfeststellungsverfahren vom RP in Kassel abgeschlossen worden war, sah man in Ludwigsau keine rechtlichen Möglichkeiten mehr, gegen die Trasse vorzugehen. „Deshalb haben wir versucht, den besten Preis für etwas herauszuhandeln, das nicht mehr zu verhindern war“, sagte Bürgermeister Baumann. 

Zupass kam der Gemeinde dabei der große Zeitdruck von Tennet. Die Firma will noch im Februar mit den Rodungsarbeiten rund um das Umspannwerk beginnen. 

Vertreter aller drei politischen Gruppierungen im Gemeindeparlament lobten den Entschädigungsvertrag als bestes Ergebnis, das unter den gegebenen Umständen möglich war. (kai)

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