Kreisverbandstag 

Landrat: Engagement der Feuerwehren ist mit Geld nicht aufzuwiegen

+

Rohrbach – In diesem Jahr trafen sich die Delegierten der Wehren im Landkreis und ihre Führungskräfte erstmals gemeinsam. Gastgeber war die Freiwillige Feuerwehr in Rohrbach.

Landrat Dr. Michael Koch dankte den Vertretern der Wehren für die außerordentlich gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Er erinnerte daran, dass nicht nur der Gefahrgutunfall auf der A4 und der Brand im Seulingswald die Einsatzkräfte stark gefordert hätten, sondern auch die vielen kleinen Einsätze – unter ihnen nicht zuletzt die tendenziell häufiger werdenden Unwettereinsätze.

Gerade die große Katastrophenschutzübung am Hattenbacher Dreieck habe eindrucksvoll die fachlichen Fähigkeiten und die hohe Professionalität der ehrenamtlichen Helfer gezeigt. Koch würdigte das hohe Engagement für die Sicherheit der Bürger und betonte, dass dies auch vom Landkreis durch eine Erhöhung der Unterstützung des Verbandes gewürdigt werde. Doch das große Engagement der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sowie ihrer Führungskräfte sei mit Geld nicht aufzuwiegen. Dazu trügen auch die hohe Fortbildungsbereitschaft der Wehrmitglieder und die hohe Qualifikation der Ausbilder entscheidend bei.

Auch der Vorsitzende des Kreisverbandes, Thomas Specht, würdigte in seinem Bericht die Arbeit der Wehren im Landkreis. Er wies darauf hin, dass der demografische Wandel seine Spuren auch in den Feuerwehrvereinen hinterlasse. Zwar sei die Mitgliederzahl in den Wehren des Landkreises derzeit noch einigermaßen stabil, die Gewinnung von Nachwuchs werde dennoch spürbar schwieriger. Dies zeige sich auch in Fusionen von Feuerwehren. Im Landkreis hätten im vergangenen Jahr vier Fusionen stattgefunden. Allerdings sei mit der Feuerwehr auf dem Johannesberg in Bad Hersfeld immerhin auch eine Neugründung zu verzeichnen. Insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und eine qualifizierte Ausbildung seien die wichtigsten Garanten dafür, dass die Sicherheit der Bürger auch in Zukunft gesichert werden könnte. Noch gelinge der Generationenwechsel in den Wehren des Landkreises. Specht appellierte zugleich an die Verantwortlichen, das Ehrenamt nicht immer weiter mit Verwaltungsaufgaben zu überfrachten, da es sonst noch schwieriger werde, Aktive und Führungskräfte an die Wehren zu binden.

In ihren Grußworten dankten die Gäste, unter ihnen die Landtagsabgeordnete Karina Fissmann und der Ludwigsauer Bürgermeister Wilfried Hagemann, für die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und das außerordentliche Engagement im Dienst der Allgemeinheit. Auch der designierte Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger, der sein Amt voraussichtlich noch im Sommer antreten wird, nutzte die Gelegenheit, sich den Delegierten der Wehren vorzustellen. (uj)

Kommentare