Fünf Stunden Fasching

Konfettikanone im Meckbacher Schützenhaus

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Meckbach – Wenn im Schützenhaus Konfettikanonen schießen und wenn die Hofsänger den „Holzmichel“ wiederbeleben, dann ist in Meckbach die fünfte Jahreszeit angebrochen.

Am Samstagabend war es wieder einmal soweit: Unter dem Motto „Meckbach lacht zur Fassenacht!“ ging es über fünf Stunden lang hoch her. Zum 30. Mal wurde getanzt, geschunkelt, gesungen und immer wieder mit einem dreifachen „Meck-blau!“ auf den ausschließlich von Aktiven aus Meckbach gestalteten Fasching angestoßen. Gelegenheit dafür gab es genug, denn nach dem Einzug der Tollitäten Prinz Pascal Appel, Prinzessin Anne Schröder und Sitzungspräsidentin Nicole Schröder legte die Tanzgarde mit „United“ gleich eine heiße Nummer hin. Nicht viel anders war es bei der Nachwuchsprotokollerin Anna Lepke, die von der allseits begrüßten „Heimkehr“ von Postbote Hartmut, von den Irrfahrten von „Kirmesvater Max“ nach Gersfeld und von der Geburtstagsparty von Bauherr Tobi zu berichten wusste. Eben der (Tobias Leiter) legte zusammen mit dem anderen Bauherrn Tobi (Tobias Apel) noch eins drauf, und dabei erfuhr die ganze Narhalla, dass der Tobi nach der Rückkehr vom Umtrunk den Duschkopf in den Arm genommen und zu ihm gesagt haben soll: „Hör auf zu weinen!“

Das wäre den sechs Damen der TSV-Gymnastikgruppe, die in Dick-und-Doof-Klamotten tanzten, und den fünf Hofsängern, die mit einem Faschingsliederpotpourri glänzten, sicher nicht passiert. Obwohl in Meckbach so einiges passiert, wie man bei den an der „Milchpritsch“ und später an der „Baumelbank“ abgehaltenen Geschwätzern von Sieglinde Apel, Willi Schröder, Martin Werner sowie Georg und Jutta Wetzel erfuhr. Dabei hatte Meckbachs letzter Kuhbauer „Schorsch“ eine ganz besondere Erkenntnis auf Lager: „Wenn die Frauen so viel Milch trinken würden wie die Männer Bier, wären die Milchpreise höher!“ Im Übrigen bekam die Pfarrerin ihr Fett weg („Die siehste doch auch kaum noch in der Kirche!“), der Ortsvorsteher das seinige, und an der Meckbach-Renaturierung ließ das Quintett, bei dem vor allem Newcomer Martin „Mosi“ Werner herausstach, kaum ein gutes Haar.

Der Faschingsnachwuchs trat als „Holzhackerbuam“ auf, die „Dancing Divas“ brachten ein 80er-Jahre-Medley dar, die „Meckbach Sisters“ begeisterten in Anlehnung an die RTL-Show „Das Supertalent“ mit der Suche nach dem „Meck-blau-Talent“, und das Männerballett übertraf sich selbst mit einer neckisch-erotischen Burlesque – allen voran Heiko Mertelmeyer, dessen Brustumfang und Mimik immer wieder Verzückung hervorrief. Getoppt wurde das Ganze dann noch von der Tanzgarde, die in fast schon atemberaubender Weise den Showtanz „Krieger des Lichts“ aufführte und Riesenbeifall erhielt. Der galt auch der Trainerin Katja Rössing, die nach 18-jährigem Wirken ihren Hut an den Nagel hing und der alle mit von Herzen kommendem Applaus dankten. (apl)

Meckbach lacht zur Fassenacht - die Bilder

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