Kurviger Parcours am Rande des ehemaligen Sportplatzes

Große Sprünge im Rohrbachtal - neuer Pumptrack für Radler und Skater

Das Fahrrad steht bereit: von links Ortsvorsteher Stefan Kurz, Bauamtsleiter Harald Bowien. 1. Beigeordneter Friedhelm Eyert, Bürgermeister Wilfried Hagemann und Pumptrack-Bauer Bernd Rietz an der Strecke.
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Das Fahrrad steht bereit: von links Ortsvorsteher Stefan Kurz, Bauamtsleiter Harald Bowien. 1. Beigeordneter Friedhelm Eyert, Bürgermeister Wilfried Hagemann und Pumptrack-Bauer Bernd Rietz an der Strecke.

Im Rohrbachtal in Ludwigsau entsteht ein neuer Pumptrack, eine Hügelpiste für Radfahrer und Skater. Sie soll auch Auswärtige anziehen.

Rohrbach – Trotz der spätsommerlichen Hitze wird im Rohrbachtal momentan ordentlich geackert. Mit freiem Oberkörper arbeiten dort sportliche junge Männer in der prallen Sonne. Fast über Nacht stampfen sie am Rande des ehemaligen Sportplatzes einen „Pumptrack“ aus dem Sand.

Schon ab dem Wochenende sollen hier Radfahrer und Skater auf einer kurvigen Hügelstrecke Sprünge und Kunststücke machen können. Das Besondere an diesen Bahnen ist, dass speziell BMX-Radfahrer allein durch das Hochdrücken ihres Körpers, Geschwindigkeit aufbauen können ohne dabei zu treten.

„Bei einem Pumptrack kommt es auf die richtigen Dimensionen an, die Kurven müssen steil genug sein, die Abstände passen und der Asphalt muss glatt sein“, erklärt Vermessungsingenieur Bernd Rietz von der Firma Pumptrack.de aus Augsburg, die überall in Europa derartige Anlagen baut. Die meisten Mitarbeiter sind selbst begeisterte Pumptracker und haben erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen.

Harte Arbeit unter heißer Sonne: Im Rohrbachtal in Ludwigsau wird in nur wenigen Tagen von einer Fachfirma ein Pumptrack für Radler und Skater gebaut. Schon am Wochenende soll der Betrieb aufgenommen werden.

„Pumptracks sind der große Trend überall in Europa“, weiß auch Ludwigsaus Bürgermeister Wilfried Hagemann, der gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Friedhelm Eyert, Ortsvorsteher Stefan Kurz und Bauamtsleiter Harald Bowien die Arbeiter besucht hat. Rund 85 000 Euro kostet die Anlage, 80 Prozent davon werden aus Leader-Mitteln der EU gefördert.

„Wir hoffen, dass durch den neuen Pumptrack auch die Attraktivität des Radwegs R12 gesteigert wird“, sagt der Bürgermeister. Der R12 verläuft in unmittelbarer Nähe und soll, etwa durch den Ausbau sowie den geplanten Lückenschluss zwischen Gerterode und Tann, noch attraktiver werden. Hagemann erhofft sich davon auch eine Belebung des (Rad)-Tourismus in Ludwigsau. „Es ist spannend zu sehen, dass schon jetzt vermehrt auswärtige Besucher zu uns kommen“, sagt auch Ortsvorsteher Stefan Kurz.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit sei die Anlage zu benutzen – natürlich nur mit Helm und auf eigene Gefahr. Hagemann und Kurz denken aber auch schon an spezielle Events im Bike-Park, denn die Flutlichtanlage des Stadions steht und funktioniert noch.

Erstmal muss aber wohl noch eine Menge Schweiß fließen, bevor dann vermutlich am Wochenende die ersten großen Sprünge der Fahrradkünstler im Rohrbachtal möglich sind.  ( kai)

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