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Dolles Dorf: HR-Fernsehteam rückte die Mecklarer ins richtige Licht

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Backe, backe Dinkelbrot: Das Brotteig-Kneten macht den Mecklarer Kindergarten-Kindern und dem gesamten Dolles-Dorf-Team des HR sichtlich Spaß. Am Abend zuvor hatten HR-Reporter Jochen Schmidt (stehend), mit den Bürgern den Dreh besprochen.
Backe, backe Dinkelbrot: Das Brotteig-Kneten macht den Mecklarer Kindergarten-Kindern und dem gesamten Dolles-Dorf-Team des HR sichtlich Spaß. Am Abend zuvor hatten HR-Reporter Jochen Schmidt (stehend), mit den Bürgern den Dreh besprochen. © Wilfried Apel

Am Donnerstagabend hat es das Gänsedorf erwischt: Im Kasseler Studio des Hessischen Rundfunks wird das Schildchen mit der Aufschrift „Mecklar“ aus der großen Lostrommel gezogen.

Mecklar - Mecklar ist „Dolles Dorf“ und der HR kündigt an, schnell mal vorbeizukommen und das, was den zweitgrößten Ludwigsauer Ortsteil und seine Menschen zu einem „Dollen Dorf“ macht, einzufangen. Ortsvorsteher Wilfried Leiter schlägt umgehend Alarm und lädt zur lange vorbereiteten Vorbesprechung ins Gasthaus seiner Schwester ein. Die Liste mit dem, was vom zweigeteilten Ort an der Fulda gezeigt werden könnte, ist lang. Aber ganz aktuell ist sie nicht mehr, und deshalb wird eifrig diskutiert, abgewogen („Mit oder ohne Umspannwerk und Industriegebiet? Nur das schöne Mecklar?“) und letztendlich festgelegt, wer wann wo vor der Kameralinse auftauchen soll.

Erster Treffpunkt am Freitagmorgen ist die Konfirmandenbaumallee am Radweg R1. Der gemeindliche Bauhof hat vorgesorgt und das in der Nähe des Meilensteins platzierte Kunstwerk in schönstes Licht gesetzt. Von daher ist es für Kameramann Jürgen Lutze kein Problem, hier „rein zufällig“ vorbeikommende Radfahrer aufzunehmen und bis zur Fuldabrücke zu begleiten. Von dort geht es zur Kirche, die als Radfahrerkirche ausgewiesen ist und die auszeichnet, dass man im Fall des Falles auf Fahrradflickzeug, erfrischende Getränke und Gummibärchen zurückgreifen kann.

Als HR-Reporter Schmidt im ausliegenden Gästebuch blättert und entdeckt, dass irgendein Mensch zu Papier gebracht hat, dass man doch bitteschön wieder Gummibärchen nachfüllen möge, lacht er laut: „Das kommt aus tiefster Seele!“ Überaus angetan zeigt sich der Hessenschau-Profi, der sich neben dem Kameramann noch die Tonfrau Petra Bühler und den Beleuchter Mark Kröll mitgebracht hat, auch von den schönen Mecklarer Kirchenfenstern, die Bilder aus der Dorfgeschichte mit biblischer Geschichte verbinden. Darüber hinaus scheint das ganze Team vom Gemeinschaftsgeist der den Dreh in großer Zahl beobachtenden „Mecklärer“ beeindruckt zu sein.

Wichtigste Dolles-Dorf-Station ist das 2002 im Vorfeld der Jahrhundertfeier fertiggestellte Backhaus des Backhausvereins. Heinz der Heizer hat den Ofen in aller Frühe angeheizt, so dass man davon ausgehen kann, dass die „rein zufällig“ anwesenden Kindergarten-Kinder ihr unter Anleitung von Martina Gerst aus frischem Teig geknetetes und in Form gebrachtes Dinkelbrot gut gebacken genießen werden. Das Kneten macht den Jungen und Mädchen Riesenspaß – und damit auch dem HR-Team, das schon die weiteren, am Samstag, 19.30 Uhr, in der Hessenschau zu bestaunenden Szenen bedenkt.

Von Wilfried Apel

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