„Bei uns funktioniert die Dorfgemeinschaft“

Neu gestalteter Mehrgenerationenplatz „Am Itschenborn“ in Hainrode wurde eröffnet

Erwachsene und Kinder testen die Mehr-Generationen-Spielgeräte in Hainrode.
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Während der Eröffnungsfeier am Samstag freuten sich (von links) Gemeindevorstandsmitglied Wilfried Jacob, Helmar Klippert, Jule Schmoll, Maleika Wenk, Jens Brand und Benno Brand darüber, dass Ortsvorsteher Lothar Gessner ganz offensichtlich sein neues Lieblings-Trainingsgerät entdeckt hat.

Der Ludwigsauer Ortsteil Hainrode hat jetzt einen Spielplatz für Jung und Alt: Der Dorfplatz „Am Itschenborn“ ist mit ehrenamtlichem Einsatz umgestaltet worden.

Hainrode – Halb Hainrode war vor Ort, um mit Mitgliedern des Vereins Dorfleben Ersrode-Hainrode den in ehrenamtlichem Einsatz umgestalteten und mit drei neuen Spielgeräten versehenen, gleich am Eingang des Dorfes, aber irgendwie doch mittendrin, gelegenen Dorfplatz „Am Itschenborn“ mit einem gemütlichen, corona-gerechten Beisammensein einzuweihen.

Nach wie vor gruppiert sich der gemeindliche „Hotspot“ um den Itschenborn, denn Hainröder werden seit alters her als Itschen – als Frösche also – geneckt. Jetzt aber in neu durchgestylter Form: mit einer Informationstafel, mit Bänken, die zum noch gemütlicheren Verweilen einladen, und mit angeschlossenem Kinderspielplatz. Auf dem wurden die alten Spielgeräte in Schuss gebracht, in den hinteren Bereich versetzt und im vorderen Bereich mit neuen Mehr-Generationen-Spielgeräten ergänzt.

Ortsvorsteher Lothar Gessner und der ebenfalls im „ganz oben von Ludwigsau“ gelegenen Beisetal-Dorf heimische ehemalige Gemeindebrandinspektor Helmar Klippert, beides treibende Kräfte bei der vom Land Hessen mit 5000 Euro aus dem Programm „Starkes Dorf, wir machen mit – unser Land hat Zukunft!“ unterstützten Aktion, probierten die natürlich erst mal aus. Mit aus Ersrode vorbeigekommenen Kindern und mit der 17-jährigen Jule Schmoll, der Jüngsten der knapp 60 Hainröder Einwohner. Alles klappte reibungslos, sodass Gessner schnell verwand, dass ein kräftiger Windstoß ausgerechnet in dem Moment, in dem er die Anwesenden im Namen des Ortsbeirates begrüßen wollte, die zur offiziellen Einweihung aufgestellte Sonnenblumenvase zu Fall brachte.

Beispielhaft gestalteter Treffpunkt: Jens Brand, der Vorsitzende des Vereins Dorfleben Ersrode-Hainrode (am Stehtisch), war glücklich, dass sich am Samstagnachmittag endlich eine kleine Festgemeinde zur coronagerechten offiziellen Einweihung des neuen Mehr-Generationen-Platzes „Am Itschenborn“ versammelt hatte.

Vereinsvorsitzender Jens Brand hatte da schon die schnelle Fördermittelbewilligung gelobt und herausgestellt, dass der Verein knapp 700 Euro aus Eigenmitteln aufgebracht habe, um Hainrode lebens- und liebenswerter zu gestalten. Was von 34 Aktiven in insgesamt 302 Arbeitsstunden geleistet worden ist, zählte Helmar Klippert auf: Angefangen beim Aufnehmen des in schlechtem Zustand befindlichen Pflasters bis hin zum Neu-Streichen des Wasserbeckens und Neu-Bepflanzen der Gesamtanlage mit Bäumen und Blumen. Sein Fazit: „Bei uns funktioniert die Dorfgemeinschaft!“ Ähnlich äußerte sich Gemeindevorstandsmitglied Wilfried Jacob, der an das vor vielen Jahren an gleicher Stelle gefeierte, denkwürdige „Lindenblütenknospenfest“ erinnerte und die ortsteil-übergreifende Arbeit des Vereins lobte. Danach wurde auf den erfolgreichen Abschluss der beispielhaften Aktion angestoßen und mit der gebotenen Distanz gefeiert. (Wilfried Apel)

Die ganze Familie hat mitgeholfen: Jule Schmoll (17), Vater Oskar Spitzer (52) und Großvater Willi Schmoll (81). Vor ihnen erkennt man die „Itsche“ – also den Frosch.

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