Ganz ohne Bühnenimporte

Alles aus eigener Kraft: Meckbacher Narren feierten fünf Stunden lang

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Lieferten einen perfekten Auftritt ab: Die Tänzerinnen der Meckbacher Garde.

Fünf Stunden lang feierten die Meckbacher am Samstag ihre ganz eigene Fassenacht.

Immer wieder mit einem dreifachen „Meck-blau!“ und immer wieder mit Akteuren aus den Reihen des Schützenvereins und der anderen Meckbacher Vereine.

Mit vereinten Kräften gelingt es den Machern um die „Präsidenten“ Willi Schröder und Thorsten Ernst immer wieder, alles aus eigener Kraft zu stemmen und auf „Bühnenimporte“ zu verzichten. Diesmal ließ sich sogar Ortsvorsteher Mathias Fey überzeugen mitzumachen, und wie konnte es anders sein: „Matze“ kannte keinerlei Lampenfieber und erntete als erzählender, herrlich schräg singender, sich selbst auf die Schippe nehmender Praktikant Riesenbeifall.

Auch für die Anekdoten von der „Gass“, wo reger Verkehr zu herrschen scheint – ablesbar am Baustellen- und Pizza-Blitz-Taxi-Betrieb und daran, dass an 100 Metern Straße elf Kinder nebst Mamis und Papis zu Hause sind – wurde er begeistert gefeiert.

Weitere lokale Besonderheiten gab Anna Lepke zu Protokoll, die diesmal ganz hochoffiziell und die Merkel-Raute für sich reklamierend aus dem prallen Meckbacher Leben berichtete, das immer wieder unter dem Motto zu stehen scheint: „Zum Feiern fahren wir nicht fort, wir saufen immer brav vor Ort!“ Anne Appel und Svenja Schröder beschäftigten sich mit „Mamas neuem PC“, Anne Appel, Karin Schade und Inga Schröder gaben den Sketch „Hallo Papa“ zum Besten, und Tobias Apel und Tobias Leiter standen einmal mehr am Bauherren-Stammtisch.

Natürlich gab es im Laufe des Abends auch schöne Beine zu bewundern. Allen voran die der perfekt tanzenden Garde, die mit ihrem „Schlagermedley“ und dem neu eingeübten Showtanz „Heroes of Marvel“ überzeugte. Weitere Akteure waren die Gymnastikgruppe mit dem „Seniorenmedley“, die im Dunkel leuchtenden „Dancing Divas“ mit der Show „Laserlight“, die in ihrem koordiniert witzigen Auftreten als Polizistin, Feuerwehrfrau, Malerin, Schreiner, Wäscherin, Ballerina, Boxerin , Pfarrer und Golferin verblüffenden „Time Dancer and Friends“, und natürlich die Jungs vom Männerballett. Heiko „Conchita“ Mertelmeyer hatte unbestritten die größte Oberweite, Jürgen Ronkowski fiel ein Teil der Brust raus, aber nicht zuletzt dank Doppel-Opa „Schorsch“ Wetzel gelang der beleibten Truppe eine tolle Bollywood-Performance.

Auf andere Weise war das auch bei den Hofsängern der Fall, bei den „Vier Tenören“ und bei „Röschen“. In dieser Rolle brillierte Nicole Schröder als vom Bierkonsum des Ehemanns geplagte Hausfrau, die sich mit einem Epiliergerät anlegt und letztendlich kapituliert.

Kapitulierend kündigte Sitzungspräsident Thorsten Ernst zum Leidwesen aller Fassenachtsfans im Finale leider auch an, dass er kürzertreten will. Sehr schade, denn zusammen mit dem diesmal ganz und gar weiblichen Prinzenpaar Alena „Schneeweißchen“ Orth und Karin „Rosenrot“ Schade hatte er mit Humor und Engagement durch einen tollen Fassenachtsabend geführt.apl

Fotos von der Meckbacher Fassenacht

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