2200 Euro für Hochwasseropfer

Benefizkonzert mit Uraufführung in Mecklar

Ein von viel Sonne verwöhnter Nachmittag: Sebastian Rückert (von links), Udo Diegel, Daniela Schönberg, Dirk Licht und Olaf Wald gaben auf dem sehr gut besuchten Mecklarer Kirchhof alles, um zusammen mit Mitgliedern der Kirchengemeinde Spenden für die Hochwasseropfer in der Eifel zu sammeln.
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Ein von viel Sonne verwöhnter Nachmittag: Sebastian Rückert (von links), Udo Diegel, Daniela Schönberg, Dirk Licht und Olaf Wald gaben auf dem sehr gut besuchten Mecklarer Kirchhof alles, um zusammen mit Mitgliedern der Kirchengemeinde Spenden für die Hochwasseropfer in der Eifel zu sammeln.

Ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer in der Eifel hat die Kirchengemeinde Mecklar organisiert.

Mecklar – Die Mecklarer wissen aus eigener Erfahrung, wie schlimm es ist, von Hochwasser heimgesucht zu werden. Vielleicht war das mit ein Grund dafür, dass die Kirchengemeinde und hier allen voran die Kirchenvorsteherin Dr. Kirsten Krüger-Conrad ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer in der Eifel auf die Beine gestellt hat, bei dem über 2200 Euro für die Diakonie-Katastrophenhilfe zusammengekommen sind.

Der seit Jahrzehnten in der Mecklarer Kirche die Orgel spielende, bekannte Musiker Udo Diegel ließ sich auf jeden Fall schnell für das Vorhaben gewinnen, und natürlich sorgte er als musikalischer Kopf der Veranstaltung am Sonntag gleich zu Beginn für ein musikalisches Ausrufezeichen: Bachs bekannte Toccata in d-Moll. Wie das Meisterwerk durch die geöffnete Kirchentür bis auf den Kirchhof erschallte, begeisterte die weit über 100 Zuhörerinnen und Zuhörer, die unter freiem Himmel Platz genommen hatten, und auch so manchen auf dem Radweg R 1 vorbeifahrenden Radler. Doch es war nicht nur Udo Diegel, der an der Orgel und in einem vor der Kirche stehenden Camping-Zelt am E-Piano agierte.

Neben Ehefrau Daniela Schönberg hatte er noch drei Freunde mitgebracht. Den Sänger Sebastian Rückert, der die FC-Liverpool- und Borussia-Dortmund-Hymne „You never walk alone“ darbot. Den Geiger Olaf Wald, der mit „Summertime“ vom großen Musical-Komponisten George Gershwin und „Summerwind“ vom nicht weniger großen Sänger Frank Sinatra glänzte und am Israel-Sonntag darüber hinaus an das Thema des Films „Schindlers Liste“ erinnerte. Und den Sänger und Gitarristen Dirk Licht, der den aus dem Film „Notting Hill“ stammenden Song „When you say nothing at all“ interpretierte.

Höhepunkte des von der Sonne mit Wärme bedachten Wohltätigkeitsnachmittags waren ohne Zweifel zwei ganz besondere Lieder. Zum einen das von Sebastian Rückert gesungene „Bridge over troubled water“ von Simon and Garfunkel, bei dem viele an die von Hochwassermassen umtoste alte Mecklarer Fuldabrücke dachten und natürlich auch an die Flutkatastrophe in der Eifel. Zum anderen „Nu ma vezi“ (Du siehst mich nicht), auf Rumänisch geschrieben von Daniela Schönberg, vertont von Udo Diegel und von beiden sehr gefühlvoll vorgetragen.

„Ich war ganz schön aufgeregt“, verriet die sympathische Daniela Schönberg nach der „Welturaufführung“, „aber ich habe gespürt, dass das Lied beim Publikum ankommt.“

Das war überaus angetan, erklatschte sich als Zugabe „We are the World“ sowie mehrere „Vorhänge“ und stärkte sich sodann am in der Kirche aufgebauten Büffet-to-go.

Als Resümee mag gelten, was die aus Weiterode gekommene Vera Pfaff sagte: „Toll, dass es Leute gibt, die so gute Ideen haben und erfolgreich umsetzen!“

Von Wilfried Apel

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