Gesamte Klärteichräumung verlief CO2-neutral

Klärschlamm zur Verwertung bereitet

Übergabe der Bestätigungsurkunde: (von rechts) Benedikt Hauer (Geschäftsführer UD Umwelt-Dienste), Björn Willhardt (Ver- und Entsorger Gemeinde Ludwigsau), Bürgermeister Thomas Baumann.

Mecklar. Die Klärteichräumung im Herbst 2011 in Ludwigsau-Mecklar war die erste vollständig CO²-neutral durchgeführte Maßnahme. Die Firma UD Umwelt-Dienste GmbH aus Friedberg hatte sich um die Entschlammung der Teichkläranlage Mecklar gekümmert (wir berichteten).

UD-Geschäftsführer Benedikt Hauer übergab nunmehr an Bürgermeister Thomas Baumann sowie Ver- und Entsorger Björn Willhardt die schriftliche Bestätigung, wonach die gesamte Klärteichräumung Mecklar einschließlich der landwirtschaftlichen Verwertung vollständig CO²-neutral durchgeführt wurde. Ein Novum am Markt, welches erstmalig bei der Anlagenreinigung Mecklar bewertet und nachgewiesen wurde.

Notwendige Reinigung

Etwa alle acht bis 10 Jahre sei diese Grundreinigung notwendig, um die Einleitegrenzwerte der Überwachungsbehörden einhalten zu können, erläuterte Bürgermeister Thomas Baumann.

Der Klärschlamm des Belebungsteiches wurde mit einem speziellen Amphibienfahrzeug nach dem Abpumpen des Überstandswassers gelöst, verflüssigt, homogenisiert und zur Verwertung aufbereitet. Durch den Einsatz der hochmodernen Technik konnte Klärschlamm mit einem hohen Trockensubstanzgehalt gefördert werden.

Aufgrund seiner hohen Qualität, welche durch Überwachungsbehörden und Labore ständig kontrolliert und nachgewiesen wurde, war eine Verwendung auf landwirtschaftlichen Flächen in der unmittelbaren Nachbarschaft möglich.

Die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm ist selbst CO²-neutral, da der im Klärschlamm enthaltene Kohlenstoff im Boden in Form von Humus gespeichert wird. Zudem wird durch diese Form der Verwertung der natürliche Kreislauf diverser Mineralstoffe aufrechterhalten, sagte Hauer.

Gegenüber einer Verbrennung des Klärschlammes wurden durch die landwirtschaftliche Verwertung 200 000 Kilogramm CO²-Emissionen eingespart.

Das durch die Räumung der Anlage selbst sowie durch den Kraftstoffverbrauch der Maschinen noch freigesetzte CO2 wurde durch die Finanzierung einer Ausgleichsmaßnahme vollständig ausgeglichen. (red)

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