Zwei Gemeinden werden aus Stiftung gefördert

Kirchen stiften Identität im Dorf

Raboldshausen/Beenhausen. Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Feierstunde in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2009 überreicht. Dabei konnten 14 Bauvorhaben in 14 Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 680 000 Euro gefördert werden. Zu den geförderten Projekten gehören auch die Innenrenovierung der Kirche in Raboldshausen mit 54 000 Euro und die Orgelrenovierung in Beenhausen mit 17 500 Euro.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hob hervor, dass Kirchengebäude identitätsstiftend seien. Sie seien ein Symbol für Heimat, so Hein weiter. „Wer die Erhaltung und Renovierung seiner örtlichen Kirche unterstützt, leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl.“ Die Erfolgsgeschichte des Kirchenerhaltungsfonds habe eine hohe Anerkennung durch die hessische Landesregierung erhalten. Sie wurde im März des vergangenen Jahres zur Stiftung des Monats ernannt.

Drittes Standbein

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel betonte, dass sich die Fördermittel des Kirchenerhaltungsfonds inzwischen zu einer festen Größe entwickelt hätten, sogar zu einem dritten Standbein der Baufinanzierung für unsere Kirchengemeinden. Die Erfolgsgeschichte der Stiftung habe bewirkt, „dass Sie, meine Damen und Herren aus den Kirchengemeinden, nun schon zum dritten Mal in Folge die Kasse unserer Stiftung gesprengt haben.“ Der von der Stiftung in diesem Jahre zu verdoppelnde Betrag von 680 000 Euro übersteige die Zinserträge der Stiftung, die 616 000 Euro erbracht hätten.

Stärkung der Gemeinschaft

Für die Stiftung erklärte der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes Andreas Fehr, dass aufgrund der zurückgegangenen Zinserträge in diesem Jahr nicht mehr aus allen Kirchenkreisen Projekte berücksichtigt werden konnten. Dieser einschneidende Schritt sei notwendig gewesen, um auch weiterhin die Verdoppelung der Spenden zu gewährleisten. Er rief die Anwesenden jedoch dazu auf, sich weiterhin so motiviert für ihre Kirchengemeinden einzusetzen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass der große Einsatz für den Erhalt von Kirchengebäuden und das Einwerben von Spenden nicht nur finanzielle Mittel zum Ergebnis gehabt hätten, sondern „vielerorts führten sie zu einer Stärkung der Gemeinschaft.“

Förderschwerpunkte sind im Jahr 2009 Innenrenovierungs- und Orgelbaumaßnahmen in denkmalgeschützten Kirchen.

Während der Laufzeit der Projektliste vom 9. Juni bis 13. November 2009 haben die Kirchengemeinden durch vielfältige Aktivitäten ein Spendenergebnis von 679 200 Euro erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wird. (red)

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