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15 Mannschaften bei Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübung

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Von: Daniel Blöthner

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Personenrettung beim Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung in Neuenstein
Bei der simulierten Personenrettung zählt vor allem Schnelligkeit. Schürfwunden sind nicht so schlimm, wie der eingeatmete Rauch. © Daniel Blöthner

In voller Montur wetteiferten 15 Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehren am Sonntag um die beste Wertung beim Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung.

Nach zwei Jahren Pause entschied das Land Hessen relativ kurzfristig, dass es in diesem Jahr wieder die Kreisentscheide zur Feuerwehrleistungsübung geben solle. Die Organisatoren erklären sich eben durch diese kurzfristige Bekanntgabe das verhaltene Interesse.

Kreisbrandinspektor von Hersfeld-Rotenburg Marco Kauffunger erklärte: „Vor Corona nahmen allein aus diesem Landkreis über 20 Mannschaften teil.” So war es das erste Mal, dass bei einem Kreisentscheid die Feuerwehren aus zwei Landkreisen gemeinsam teilnahmen. Zwölf Mannschaften kamen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, drei aus dem Werra-Meißner-Kreis. Laut Ulrich Schwarz, Wehrführer von der Feuerwehr Raboldshausen, gibt es die Info, dass der Kreisentscheid stattfindet, sonst schon im Januar. Dieses Jahr stand es wohl erst gegen Anfang April fest. „Dadurch fehlt vor allem den jungen Leuten, für die die Übung am Wichtigsten ist, die Vorbereitungszeit”, meinte Schwarz.

Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübungen mit insgesamt 15 Mannschaften aus zwei Landkreisen
Nach der Personenrettung galt es auch weitere simulierte Brandherde schnell und effektiv zu löschen. © Daniel Blöthner

Für die Leistungsübung mussten die Staffeln (sechs Leute) und Gruppen (neun Leute) einen Theorie- sowie einen Praxisteil erfüllen, wobei die Praxis zu zwei Dritteln in die Wertung miteinfloss. Wie groß die jeweilige Mannschaft ist, legen die Feuerwehrleute selbst fest. Kleinere Gruppen haben etwa für den Praxisteil eine Minute mehr Zeit, also Achteinhalb Minuten.

Ziel war es eine Personenrettung durchzuführen und einen Brand zu löschen. Als Person hielt eine etwa 30 Kilogramm schwere Puppe her, das Feuer wurde durch Metallplättchen auf Stäben simuliert, die mit einem gezielten Wasserstrahl möglichst schnell umgeschubst werden mussten.

Während der Übung galt es zudem, den erdachten Bereich eines Hauses auf Knien zu durchqueren, um für den Ernstfall bei dichtem Rauch im oberen Teil der Räume, zu üben. Zudem galt es nach der Personenrettung eine Leiter vom Fahrzeug zu holen, aufzustellen und weitere simulierte Brandherde zu löschen. Im Anschluss wurden Lose gezogen und vier Feuerwehrleute pro Mannschaft mussten jeweils einen speziellen Knoten binden. Darunter waren der Achterknoten mit Spierenstich oder auch der Schotenstich. Danach galt es nur noch aufzuräumen, damit die nächste Mannschaft unter den möglichst selben Bedingungen die Leistungsübung durchführen kann.

„Ein befestigter Platz hat den Vorteil, dass das Wasser besser abfließt. Auf einer Wiese wird es für die Mannschaften, die später starten zunehmend matschiger”, ergänzt Kauffunger. In diesem Jahr fand die Leistungsübung bei GLS statt. Der Ausrichter wechselt jedes Mal.

Schwarz macht bei der Leistungsübung mit, seit er 17 Jahre alt ist. „Wir haben öfters mal gewonnen und traten auch auf Bezirksebene an”, erinnert sich der jetzt 55-Jährige, „ich helfe den jungen Leuten gerne aus, wenn noch jemand gebraucht wird. Außerdem ist die Kameradschaft toll und man trifft viele bekannte Gesichter.”

Zwölf Mannschaften aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie drei aus dem Werra-Meißner-Kreis nahmen an der Leistungsübung  teil.
Hessischer Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübung 2022 in Neuenstein bei GLS. Die höchste Wertung erreichte Alheim-Erdpenhausen (rechts), dicht gefolgt von Schenklengsfeld (links). In der Mitte ist die bestplatzierte Mannschaft aus dem Werra-Meißner-Kreis, Meißner. © Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Den Sieg holte mit 99,7 Prozent Alheim-Erdpenhausen, dicht gefolgt von Schenklengsfeld mit 98,6 Prozent. Es nahmen auch Mannschaften aus Hohenroda, Ludwigsau, Neuenstein, Wildeck, Niederaula und Haunetal teil. Bei den Mannschaften aus dem Werra-Meißner-Kreis gewann die aus Meißner mit 95,2 Prozent. Ebenfalls nahmen dort Mannschaften aus Wehretal-Oetmannshausen sowie Herleshausen-Wommen teil.

Die zwei besten Mannschaften aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg sowie die beste Mannschaft aus dem Werra-Meißner-Kreis haben sich nun für den Bezirksentscheid am 16. Juli in Korbach qualifiziert. Wer dort überzeugt, kann am 25. September zum Landesentscheid in Pfungstadt antreten.

Zwölf Mannschaften aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie drei aus dem Werra-Meißner-Kreis nahmen an der Leistungsübung  teil.
Hessischer Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübung 2022 in Neuenstein bei GLS. © Landkreis Hersfeld-Rotenburg

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