Gefahrguteinsatz der Feuerwehr

Schlecht gesicherte Giftfässer mussten umgeladen werden 

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In Schutzkleidung untersuchten die Feuerwehrleute einen Sattelzug, auf dem schlecht gesicherte Giftfässer transportiert wurden.

Gefährliche Ladung entdeckte die Autobahnpolizei Bad Hersfeld am Dienstagabend auf der A 7 auf einem dafür ungeeigneten Sattelzug. Die Feuerwehr musste ausrücken.

Zu einem Gefahrguteinsatz auf der Autobahn A7 sind die Feuerwehren aus Kirchheim und der GABC-Zug der Feuerwehr Bad Hersfeld am Dienstag gegen 17.45 Uhr auf die A7 zwischen Kirchheim und Bad Hersfeld-West in Fahrtrichtung Norden gerufen worden. 

Einer Funkstreife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld war am Reckeröder Berg ein Sattelzug aufgefallen, dessen Ladung offensichtlich aufgrund schlechter Sicherung verrutscht war. Während der Kontrolle bemerkte einer der Beamten noch vor Sichtung der Ladungspapiere Hautreitzungen am Arm. Da der Sattelzug in Fässern den Gefahrstoff Diisopropylamin, einen gefährlichen und leicht entzündlichen Stoff, der als Lösungsmittel und als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Korrosionsinhibitoren eingesetzt wird, geladen hatte, die zudem auch noch schlecht gesichert waren, wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt und die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. 

Die Feuerwehrleute untersuchten den Sattelauflieger nach einem Leck in der Ladung. Unter Atemschutz und in besonderer Schutzkleidung suchten die Fachleute des GABC (Gefahrstoff-Atomar-Biologisch-Chemisch)-Zuges die gesamte Ladefläche, konnten aber kein Leck an einem der 100 Fässer mit jeweils 140 Litern des hochgefährlichen Stoffes feststellen. Die Hautreizung am Arm des Beamten ist vermutlich auf eine vorherige Ladung, wie zum Beispiel Glaswolle zurückzuführen.

In Schutzkleidung untersuchten die Feuerwehrleute einen Sattelzug, auf dem schlecht gesicherte Giftfässer transportiert wurden.

 Da aber der Sattelauflieger für die vorhandene Ladung völlig ungeeignet war, wurde der Sattelzug vorübergehend stillgelegt. Über das Transportunternehmen musste nun ein geeigneter Auflieger bestellt und die komplette Ladung vor Ort umgeladen werden. Während des Einsatzes wurde der rechte Fahrstreifen der dreispurigen Autobahn gesperrt. Es kam zu keinen nennenswerten Behinderungen. (yk/zac)

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