Dorferneuerung abgeschlossen

Wahlshausen: Ein Dorf erfindet sich neu

Im Oktober 2012 wurde das Haus der Generationen in Wahlshausen eingeweiht. Dabei waren unter anderem (von links): der damalige Pfarrer Rainer Knoth, Heinrich Richardt, Regina Korth, Bürgermeister Klaus Wagner, Karin Richardt, Architekt Thomas Schäfer, Andrea Nagel, Edgar Korth, Karina Jäger und Ortsvorsteher Walter Berg. Fotos:  Bernd Löwenberger

Wahlshausen. Das Dorferneuerungsprogramm (DE) im Oberaulaer Ortsteil Wahlshausen ist abgeschlossen.

Der langjährige Ortsvorsteher, Walter Berg, und der Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung, Edgar Korth, versuchen einen chronologischen Rückblick auf elf aufregende Jahre.

Am 21. Mai 2009 feierten die Wahlshäuser die weitgehende Fertigstellung des neu gestalteten Platzes an der Aula. Für die Art der Uferbefestigung mit Zugang zum Wasser und Spielplatz im Vordergrund hatten sie heftig kämpfen müssen.

Alles begann am 5. März 2007 mit der offiziellen Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm. Nach umfangreichen Planungen und zahlreichen Sitzungen wurde als erstes ab Juli 2008 aus dem Trampelpfad entlang der Aula ein beleuchteter Fußweg bis zum Wiesenweg angelegt. Damit einher ging die Gestaltung und Herstellung des Platzes an der Aula. In diese Zeit fiel auch die grundhafte Erneuerung des Kirchwegs und der Gräsbachstraße sowie der Neubau der Brücke über die Aula.

Mit der Dorferneuerung hatte das nur insofern zu tun, als die Wahlshäuser deutlichen Einfluss auf die Gestaltung des Bachbettes der Aula hatten, und so dafür sorgen konnten, dass aus einem einfachen Betonkanal ein attraktiver Uferbereich mit Zugang zum Bach und einem Wasserspielplatz wurde, was ganz nebenbei auch noch die Überschwemmungsgefahr für den naheliegenden Spielplatz reduzierte. Der wurde, weitgehend von den Vätern, in dieser Zeit bis auf ein Spielgerät komplett geräumt, neu geplant und angelegt, mit neuen Spielgeräten und Sitzbänken ausgestattet. Frisch gepflanzte Bäume sorgten für Schatten und ein neuer Zaun für die Sicherheit der Kinder.

Am 21. Mai 2009 feierten die Wahlshäuser die weitgehende Fertigstellung des neu gestalteten Platzes an der Aula. Für die Art der Uferbefestigung mit Zugang zum Wasser und Spielplatz im Vordergrund hatten sie heftig kämpfen müssen.

Im Jahr 2009 begann dann auch der Umbau der ehemaligen Schule zum Haus der Generationen (HdG). Vom Fundament bis zum Dach musste hier so ziemlich alles renoviert, restauriert oder erneuert werden. Der alte Schulsaal im Obergeschoss wurde weitgehend originalgetreu hergerichtet, es entstanden ein Aufenthaltsraum mit Teeküche und Sanitärraume. Alles mit neuer Technik: Strom, Wasser und Heizung. Erwähnenswert ist die Freilegung eines alten Türsteins über dem ehemaligen Eingang zur benachbarten Kirche. Bis das Haus 2012 eingeweiht wurde, war noch ein barrierefreier Zugang von der Rückseite geschaffen und in diesem Zusammenhang der benachbarte Jugendraum neu gestaltet und an das Areal angebunden worden.

Sprung ins Jahr 2013. Dass die Gemeindevertreter im August einstimmig beschlossen, in Wahlshausen zusätzlich zum Haus der Generationen auch noch ein neues Dorfgemeinschaftshaus zu genehmigen, lag zum einen daran, dass das bisherige DGH nicht mehr sanierungswürdig war. Zum anderen hatten die Wahlshäuser wichtige Voraussetzungen geschaffen: Das Budget für das Generationenhaus war nicht überschritten worden. Und sie hatten Unmengen an Eigenleistung eingebracht und das auch für den Bau des DGH angekündigt. Der Heimatverein hatte die Trägerschaft für das HdG übernommen und auch das DGH sollte in Vereinshände gelegt werden.

Am 21. Mai 2009 feierten die Wahlshäuser die weitgehende Fertigstellung des neu gestalteten Platzes an der Aula. Für die Art der Uferbefestigung mit Zugang zum Wasser und Spielplatz im Vordergrund hatten sie heftig kämpfen müssen.

Nach Abriss des alten Gebäudes im Jahr 2014 begann ein Jahr später der Neubau und mit der offiziellen Eröffnung des DGH Aulablick am 18. August diesen Jahres ging ein erfolgreiches Dorferneuerungsprogramm zu Ende.

Damit waren für Maßnahmen im öffentlichen Bereich rund 765 000 Euro ausgegeben worden, davon etwa 465 000 Euro als Zuschüsse in das Dorf geflossen. Noch einmal rund eine Million Euro, bezuschusst mit 350 000 Euro waren in 31 private Objekte investiert worden. Insgesamt hatten die Wahlshäuser mehr als 7200 Stunden an ehrenamtlicher Eigenleistung erbracht.

„Wir haben unser Leitbild ‘Wahlshausen – ein lebens- und liebenswertes Dorf der Generationen im Grünen mit einem gastfreundlich gestalteten Dorfbild´ umgesetzt und gelebt“ ziehen Berg und Korth ein betont positives, aber auch stress- und arbeitsreiches Resümee.

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