Gemeindevertretung bringt Verfahren auf den Weg

Planung für neues Feuerwehrhaus in Oberaula startet

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Mit Abstand, offener Tür und Sicherheitsregeln: Die Gemeindevertretung Oberaula tagt in Zeiten von Corona in der Mehrzweckhalle. 

Unbeeinträchtigt von Corona läuft das Verfahren für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Oberaula weiter.

 In der Mehrzweckhalle kamen die Gemeindevertreterinnen und -vertreter von Oberaula zu ihrer jüngsten Sitzung zusammen. Dort waren die Stühle mit großem Abstand aufgestellt, es gab separate Ein- und Ausgänge und außerdem war eine Seitentür geöffnet, um für Luftaustausch in der Halle zu sorgen.

Die Corona-Krise trifft die Gemeinde Oberaula auch finanziell, das machte Bürgermeister Klaus Wagner in seinem Bericht des Gemeindevorstands deutlich. Schon jetzt sei absehbar, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer um mehr als 140 000 Euro unter dem Ansatz von 470 000 Euro bleiben werden. Mit weiteren Einbußen sei zu rechen, befürchtet Wagner. Er hofft jedoch, dass diese Mindereinnahmen durch bereits angekündigte Förderprogramme des Bundes und des Landes ausgeglichen werden. Eine Haushaltssperre sei derzeit nicht nötig, da aufgrund der Liquidität der Gemeinde alle Zahlungen mindestens für die nächsten vier Monate sichergestellt seien.

Unbeeinträchtigt von Corona läuft das Verfahren für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Oberaula weiter. Einstimmig, bei zwei Enthaltungen, sprach sich das Parlament dafür aus, einen Bebauungsplan für das Projekt aufzustellen und den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Der neue Standort für das gemeinsame Feuerwehrhaus der Oberaulaer Wehren befindet sich an der Heerstraße zwischen den Ortsteilen Oberaula und Hausen im Außenbereich.

Die Kosten für diese Bauleitplanung betragen laut Angebot des beauftragten Büros GEOS Stadtplaner aus Schenklengsfeld auf etwa 12 775 Euro, teilte Wagner mit. Im Haushalt 2020 seien insgesamt 200 000 Euro für Planung und erste Umsetzungsschritte veranschlagt. Der Bürgermeister rechnet mit der ersten Offenlegung des Planes nach den Sommerferien und dem Abschluss des Bauleitplanungsverfahrens mit dem Satzungsbeschluss im Frühjahr 2021.

Ebenfalls einstimmig, bei zwei Enthaltungen, votierte die Gemeindevertretung für die fünfte Änderung des Bebauungsplanes „Spechtsloch“ in Hausen, das ehemalige Ferienhausgebiet. Dort haben immer mehr Menschen ihren festen Wohnsitz und wollen an ihren Häusern Änderungen vornehmen, die vom bisherigen Plan nicht gestattet sind, also zum Beispiel Zäune, Stützmauern, Vordächer oder Anbauten.

Außerdem plant der Eigentümer der für Sport- und Freizeiteinrichtungen ausgewiesenen Grünfläche auf einem Teil dieser Fläche den Bau weiterer Ein- und Mehrfamilienhäuser. Dafür soll zunächst der seit Längerem ungenutzte Tennisplatz in Anspruch genommen werden, um dort maximal zwei Wohnhäuser in zweigeschossiger Bauweise zu errichten. Der Grundstückseigentümer werde zwei Drittel der Planungskosten von insgesamt 6 414 Euro übernehmen, teilte Klaus Wagner mit. 2201 Euro übernimmt die Gemeinde, die ihren bisherigen Ansatz von 1500 Euro für die Planung um 701 Euro erhöhen muss.

Grundsätzlich, so Bürgermeister Wagner, sei es sehr zu begrüßen, dass es ein großes Interesse daran gebe, sich in der Gemeinde Oberaula niederzulassen. zac

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