Musik, die einst reich machte

Orgelkonzert in Oberaula

Organist aus Weimar: Wieland Meinhold stellt die Oberaulaer Orgel vor. Foto: nh

Oberaula: Ein Orgelkonzert mit Musik aus dem Barock gibt es am Sonntag, 15. Oktober, ab 17.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Oberaula.

Zu seinen Lebzeiten war er berühmter als Johann Sebastian Bach und doch zugleich mit ihm befreundet: Georg Philipp Telemann (1681 – 1767). Seine Musik war so beliebt, dass er damit reich werden konnte und ganz Hamburg mit seinen fünf mächtigen Hauptkirchen beeinflusste. Das versteht man sofort, hört man seine eleganten Choralvorspiele, Ouvertüren und Intermezzi.

Festlicher Barock – ein reizvolles Thema, bei dem sich Pracht und Klangsinn der Pariser Orgelkunst von Dandrieu, Nivers, Rameau, Clerambault und Daquin mit den grazilen Fantasien und Tanzsätzen aus den Suiten des feinsinnigen Georg Ph. Telemann mischt.

So zu erleben an der historischen Orgel in der evangelischen Kirche zu Oberaula am Sonntag, 15. Oktober, ab 17.30 Uhr. An der Orgel: Dr. Wieland Meinhold, Universitätsorganist aus dem thüringischen Weimar.

Mit einer zusätzlichen Orgelführung „Klangmajestät – Besuch bei der Königin“ nach dem Konzert ab circa 18.45 Uhr wird noch eine Überraschung auf der Empore bereitgehalten: Der Weimarer Organist Meinhold stellt die „Königin der Instrumente“ hautnah vor. Direkt neben dem Spieltisch der bedeutenden Wagner-Orgel von 1868 und dem barocken Prospekt von 1721 hat man Gelegenheit zu erfahren, wie der höchste, wie der tiefste Ton klingt.

Wie viel Pfeifen stehen in dem Instrument? Wie funktioniert die Übertragung zwischen Taste und Ventil? Wie schwer ist so eine Orgel? Immer wieder begeistern diese spannenden Orgelführungen die Besucher. (red)

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