Neues zentrales Haus geplant

3,4 Millionen Euro für Feuerwehr: Oberaula steckt Finanzrahmen ab

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Die Machbarkeitsstudie für den Bau eines zentralen Feuerwehrstützpunkts stellte dem Oberaulaer Parlament der Architekt Oliver Mann (links) vor. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Die Planungen für das neue zentrale Feuerwehrhaus für Oberaula sind einen entscheidenden Schritt weiter. Gebaut werden soll das Objekt an der Heerstraße.

Nach der Präsentation einer Machbarkeitsstudie beschloss die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung in Olberode einstimmig bei zwei Enthaltungen den Standort Heerstraße für das neue Gebäude. Auch der finanzielle Rahmen wurde auf 3,4 Millionen Euro festgelegt und der Gemeindevorstand beauftragt, das Geld in den Haushaltsplänen der kommenden Jahre einzuplanen.

So viel Geld für ein neues Feuerwehrhaus einzuplanen bereitete vor allem Karsten Schmidt (SPD) Probleme. Er wies auf die hohe Verschuldung der Gemeinde hin, die sich in den vergangenen Jahren von 13 Millionen Schulden auf zehn Millionen heruntergearbeitet habe und nun auf einen Schlag die Verschuldung wieder hochfahre. „Mir fehlt die Alternative“, bemängelte Schmidt, der gerne wissen wollte, wie teuer es wäre, die vorhandenen Feuerwehrhäuser zu sanieren.

Feuerwehrhäuser in sehr schlechtem Zustand 

Bürgermeister Klaus Wagner hatte zu Beginn der Sitzung darauf hingewiesen, dass der Zustand der Feuerwehrhäuser überwiegend so schlecht sei, dass zwei neugebaut und zwei umgebaut und saniert werden müssten. Dafür wäre ein „mittlerer siebenstelliger Betrag“ notwendig. 

Und selbst wenn die alten Gebäude ertüchtigt würden, gebe es immer noch das Problem, dass außer im Kernort Oberaula die Tagesalarmbereitschaft nicht gesichert sei, dass also bei einem Einsatz möglicherweise Feuerwehrleute aus Oberaula in einen Ortsteil fahren und dort das benötigte Fahrzeug abholen müssten. Eine genaue Summe konnte Wagner aber nicht nennen.

Die hatte jedoch Oliver Mann vom Büro Röller-Architekten für den geplanten Neubau zusammengestellt. Er hatte sowohl die Vor- und Nachteile verschiedener Standorte erörtert – auch in der Schwimmbadstraße stand ein Grundstück zur Debatte, das aber als Hanggrundstück deutlich schwieriger zu bebauen wäre – und dann alle Kosten vom Grundstückserwerb über die Bauleitplanung, die Erd- und Bauarbeiten, die Technik bis hin zur Inneneinrichtung zusammengetragen.

Neues Haus mit 1100 Quadratmeter Nutzfläche

Vorgesehen ist ein Haus mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 1100 Quadratmetern. In der Fahrzeughalle sollten drei kleinere und zwei größere Fahrzeuge Platz finden. Daneben wäre eine Fahrzeugwaschhalle vorgesehen. Zudem wären Umkleiden und Sanitärräume für Frauen und Männer, Lagerräume, Besprechungs- und Schulungsräume, ein Jugendraum und eine Teeküche geplant. Bei Bedarf könnte die Fahrzeughalle um einen weiteren Stellplatz ergänzt werden.

Oliver Mann machte mehrfach deutlich, dass seine Präsentation lediglich eine Machbarkeitsstudie sei und keine fertige Planung.

Für ihr Feuerwehrprojekt könnte die Gemeinde mit insgesamt knapp einer halben Million Euro an Zuschüssen von Land und Kreis rechnen.

Mit zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen aus der SPD-Fraktion wurde der Gemeindevorstand schließlich beauftragt, das Geld für das Feuerwehrhaus in die nächsten Haushalte einzuplanen. (zac)

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