Michael Becker bleibt Gemeindebrandinspektor

Knappes Votum in Oberaula: Wahlen bei der Feuerwehr

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Zum Gruppenbild mit Führungskräften trafen sich geehrte, ausgezeichnete und beförderte Feuerwehrfrauen und Männer am Samstagabend während der Jahreshauptversammlung aller Oberaulaer Wehren. Vorne von links: Bürgermeister Klaus Wagner, Jörg Reichmann, Michael Becker und Alexander Kurz. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Oberaula. Gemeindebrandinspektor Michael Becker ist während der Jahreshauptversammlung der Oberaulaer Feuerwehren nur mit knapper Mehrheit wieder gewählt worden.

Mit 37 Ja-, 32 Nein-Stimmen und einer Enthaltung ist Gemeindebrandinspektor Michael Becker während der Jahreshauptversammlung der Oberaulaer Feuerwehren im Feuerwehrhaus in Hausen wieder gewählt worden. Erster Stellvertreter ist jetzt Alexander Kurz, zweiter Jörg Reichmann, die beide ebenfalls im Amt bestätigt wurden und lediglich die Reihenfolge tauschten. Gemeindejugendfeuerwehrwart bleibt Johannes Polednie, als Vertreterin fungiert weiterhin Lisa Pfalzgraf.

Wegen der geplanten Zusammenlegung von fünf Ortsteilwehren zu einer gemeinsamen Wehr mit zentralem Stützpunkt (HZ berichtete) hatten sich die Führungskräfte entschieden, die erst nächstes Jahr notwendigen Neuwahlen vorzuziehen und in geheimer Wahl abstimmen zu lassen, um so ein „ehrliches“ Bild zu bekommen.

„Die anstehende Konzeptplanung für die Zusammenlegung wird durch die Gemeindegremien und auch durch den Schwalm-Eder-Kreis unterstützt“, erklärte Bürgermeister Klaus Wagner, der die Zusammenkunft auch nutzte, um Lob und Anerkennung für die ehrenamtlichen Helfer auszusprechen. Ein Antrag auf ein neues Stützpunkthaus in der Kerngemeinde solle bis September 2019 gestellt werden. Anerkennende Worte gab es auch vom neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Markus Schug.

Die Einsatzabteilung zählt derzeit 118 Aktive, informierte der Gemeindebrandinspektor in seinem Bericht, 25 Jungen und Mädchen bilden die Jugendfeuerwehr und neun Mitglieder zählt die Kindergruppe. 18 Mal sei die Feuerwehr im Jahr 2017 alarmiert worden, achtmal davon zu Brandeinsätzen und zu zehn Hilfeleistungen. Besonders erwähnte Becker einen Großbrand im ehemaligen Betonwerk Völker, ein Feuer im Heizungskeller der Bäckerei Gronowski und die Brandstiftung an einer Baustelle. 21 Mal haben Feuerwehrleute an Ausbildungen des Kreises, 16 Mal an solchen des Landes teilgenommen. Probleme gibt es noch immer mit den im Herbst 2017 ausgelieferten Digitalfunk-Pagern, die aufgrund der schlechten Netzqualität vor Ort nur teilweise oder gar nicht genutzt werden können. Abhilfe schaffen soll eine Alarmierung per SMS.

Ein Bewilligungsbescheid für ein Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) für die Feuerwehr Olberode liegt vor, die Ausschreibung ist erfolgt, der Liefertermin indes noch ungewiss. (lö)

Wer geehrt und befördert wurde, lesen Sie in der gedruckten Zeitung. 

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