Info-Mobil in Oberaula

Heimspiel für den Europa-Truck: Marianne und Roland Hühn werben für die Wahl

Werbung für die Europawahl machten vor dem Europa-Truck auf dem Parkplatz des Oberaulaer Edeka-Marktes Höhnke (von links) Marianne Hühn, Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister, die stellvertretende Landesvorsitzende der Europa Union, Hildegard Klär, Bürgermeister Klaus Wagner und Roland Hühn. Foto: Bernd Löwenberger

Seit dem 3. April sind Roland und Marianne Hühn mit einem Sattelschlepper unterwegs, um über die  Europawahl zu informieren und für die Teilnahme zu werben.

Politisch aktiv sind Marianne und Roland Hühn schon lange. Sie als Justiziarin und Leiterin der Kommunalaufsicht, er als ehemaliger Landrat im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Derzeit ist Marianne Hühn 1. Vorsitzende des parteiunabhängigen Vereins Europa-Union Schwalm-Eder und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Oberaulaer Gemeindeparlament, ihr Mann Roland ist Mitglied des Vorstandes. Aktuell aber steht die Wahl zum Europa-Parlament, in Deutschland am 26. Mai, im Fokus des Ehepaares.

Seit dem 3. April sind die beiden mit einem Sattelschlepper unterwegs, um damit über die Wahl zu informieren und für die Teilnahme zu werben.

„Angefangen hat alles mit so einem dreirädrigen Piaggio Min-Laster, der in Wien auf seiner gesamten Fläche für die Europawahl warb“, erzählt Roland Hühn.

Auf der Rückfahrt sei dann die Idee zu der Werbetour geboren und es sei den beiden eingefallen, dass der Oberaulaer Fleischermeister Jens Roth einen Truck in seiner Garage stehen hatte, der eigentlich zum Food-Truck hätte werden sollen. Der erwies sich dann als deutlich größer als das italienische Dreirad. Als Zugmaschine dient ein 7-Liter Ford Achtzylinder-Diesel mit 185 PS. Angekoppelt ist ein über acht Meter langer, doppelachsiger Auflieger. Insgesamt wiegt das Gespann runde acht Tonnen und ist 14 Meter lang. Nichtsdestotrotz wurde der Bolide für drei Monate angemietet und mit Aufklebern zur Wahl hergerichtet.

Über dreißig Termine stehen derzeit auf dem Tourenplan, zunächst mehr im Schwalm-Eder-Kreis, einer bei Freunden in der Nähe von Bremen und später zahlreiche Standorte in Hessen, von Gießen, über Bad Vilbel bis nach Königsstein und Frankfurt, um nur einige zu nennen. Und ständig kommen neue Anfragen hinzu. Sogar eine aus Berlin, ob man nicht am Wahltag am Brandenburger Tor zugegen sein könne.

„Unmöglich“, sagt Roland Hühn, „am Samstag sind wir noch auf dem Europafest in Wiesbaden und mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 85 km/h bräuchten wir acht bis zehn Stunden bis nach Berlin“, und zurück müsse man ja auch wieder. Er kümmert sich mehr um die Logistik und als Fahrer um die Standorte. Dabei fährt er nur auf Plätze, die er vorwärts anfahren und ebenso wieder verlassen kann.

Weil man in den Rückspiegeln nichts mehr sieht, sobald man um eine Kurve fahre, sei der Umgang mit dem Gefährt äußerst gewöhnungsbedürftig, Rückwärtsfahren ohne Einweiser nahezu unmöglich. Um die Gespräche vor Ort kümmert sich dann mehr seine Frau Marianne. An der Finanzierung ist der Verein Europa-Union Schwalm-Eder mit beteiligt, ebenso wie die Unionen Hessen und Deutschland.

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