Ein guter Tag für die Brandschützer

600 000 Euro Zuschuss für neues Feuerwehrhaus in Oberaula und zwei neue Autos

Grund zur Freude: Nach der Bescheidübergabe für das neue Oberaulaer Feuerwehrgerätehaus in Gesamthöhe von rund 611 000 Euro stellten sich alle Beteiligten zwischen den offiziell neu in Dienst gestellten Fahrzeugen auf. Erste Reihe von links: Die Kreisbrandinspektorin des Schwalm-Eder Kreises, Tanja Dittmar, der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Winfried Becker, Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner, Gemeindebrandinspektor Michael Becker und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Ziegenhain, Markus Böse.
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Grund zur Freude: Nach der Bescheidübergabe für das neue Oberaulaer Feuerwehrgerätehaus in Gesamthöhe von rund 611 000 Euro stellten sich alle Beteiligten zwischen den offiziell neu in Dienst gestellten Fahrzeugen auf. Erste Reihe von links: Die Kreisbrandinspektorin des Schwalm-Eder Kreises, Tanja Dittmar, der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Winfried Becker, Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner, Gemeindebrandinspektor Michael Becker und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Ziegenhain, Markus Böse.

Ein guter Tag für die Brandschützer in Oberaula: Mit rund 611 000 Euro wird der Neubau des Feuerwehrgerätehauses gefördert.

Oberaula – Gleich zwei Bewilligungsbescheide für das geplante neue Oberaulaer Feuerwehrgerätehaus hat der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Winfried Becker, am Freitagnachmittag im Pavillon des Parkhotels zum Stern an Bürgermeister Klaus Wagner übergeben.

Das war zum einen ein Bescheid über einen Landeszuschuss in Höhe von 509 600 Euro, den der Landrat in Vertretung des kurzfristig verhinderten Staatssekretärs für Europaangelegenheiten, Mark Weinmeister, übergab, und zum anderen eine 20-prozentige auf 102 000 Euro gerundete Zuwendung aus dem Kreisausgleichsstock des Schwalm-Eder-Kreises. Becker lobte dabei die Entscheidung der Oberaulaer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Das sei ein Weg in eine gute Zukunft, um mit qualitativ hochwertiger Ausbildung und einer guten technischen Ausrüstung handeln und helfen sowie Sicherheit für die Oberaulaer Bevölkerung bieten zu können.

Das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr sei eine „besonderer Verpflichtung“, der nicht nur wegen der ständigen Alarmbereitschaft und des hohen Zeitaufwandes für Übungen und Ausbildung hohe Anerkennung und Wertschätzung entgegenzubringen sei.

Der technische Prüfdienst des Landes Hessen habe erhebliche Mängel an fast allen Feuerwehrhäusern in den einzelnen Orten festgestellt. Die Abstellung aller Mängel an den über 40 Jahre alten Häusern hätte mehrere Neubauten zur Folge gehabt, wodurch vermutlich deutlich höhere Kosten entstanden wären als die, die durch den geplanten rund 3,4 Millionen Euro teuren Neubau entstehen, warb Bürgermeister Wagner noch einmal für das neue Gerätehaus in der Kerngemeinde.

Unter anderem, weil in den Ortsteilen die Tagesbereitschaft nicht sichergestellt sei, hätten alle sechs Einsatzabteilungen über Monate diskutiert und am Ende mit Ausnahme von Olberode den Weg zu einer gemeinsamen Einsatzabteilung beschlossen.

Die Kreisbrandinspektorin des Schwalm-Eder Kreises, Tanja Dittmar, bezeichnete die Förderung als „sehr großzügig“ und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass durch die neue Technik auch die Motivation noch weiter steige.

Jede Zusammenlegung von Feuerwehren tue ihm auch ein wenig weh, meinte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Ziegenhain, Markus Böse. Er hoffe aber, dass das, was jetzt in Oberaula geplant sei, positive Akzente setze.

Im Anschluss an die Bescheidübergabe wurden noch ein TSF-W für die Feuerwehr Olberode und ein LF 10/6 KatS für die Oberaulaer Wehr offiziell in Dienst gestellt. Beide Fahrzeuge sind bereits seit einiger Zeit in Betrieb, und wenn Corona es irgendwann wieder zulässt, sollen die neuen insgesamt rund 360 000 Euro teuren und mit 167 000 Euro geförderten Fahrzeuge auch noch in größerem Rahmen feierlich eingeweiht werden. (Bernd Löwenberger)

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