Bürger entscheiden am Ende

Oberaulaer Parlament beschließt Studie zu Gemeindefusion

Mit reichlich Abstand und mit Maske, die der besseren Verständigung halber nur zum Reden abgenommen werden durfte, traf sich das Oberaulaer Gemeindeparlament am Montagabend zu seiner Sitzung in der Mehrzweckhalle.
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Mit reichlich Abstand und mit Maske, die der besseren Verständigung halber nur zum Reden abgenommen werden durfte, traf sich das Oberaulaer Gemeindeparlament am Montagabend zu seiner Sitzung in der Mehrzweckhalle.

In einer Machbarkeitsstudie soll eine Fusion der Gemeinden Ottrau und Oberaula mit der Stadt Neukirchen untersucht werden.

Oberaula – Sollen die Stadt Neukirchen, die Gemeinden Ottrau und Oberaula zu einer Kommune fusionieren? Dazu soll eine breit angelegte Machbarkeitsstudie erstellt werden, beschlossen die Oberaulaer Parlamentarier am Montagabend in ihrer Sitzung in der Mehrzweckhalle mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung.

Der Studie hätten die beiden anderen Kommunen, mit denen seit Anfang 2010 eine enge Zusammenarbeit im Gemeindeverwaltungsverband „Südlicher Knüll“ besteht, bereits zugestimmt, erklärte Bürgermeister Klaus Wagner. Die Kosten in Höhe von etwa 50 000 Euro würden voraussichtlich zu 100 Prozent durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport gefördert, wenn jetzt auch die Oberaulaer dafür stimmten.

Die Studie einer erfahrenen unabhängigen Institution solle untersuchen, was eine Gemeindefusion für die Gemeinden des „Südlichen Knülls“ voll umfassend bedeuten würde. Dabei müssten sowohl finanzielle, historische als auch emotionale Aspekte umfassend beleuchtet werden.

Einigkeit herrschte unter den Parlamentariern, dass es erlaubt sein müsse, über eine solche Fusion nachzudenken, und dass es dann nur von Vorteil sei, wenn man auf konkret ermittelte Daten, Zahlen und Fakten als Diskussionsgrundlage zurückgreifen könne. Klar machten die Politiker auch, dass nach der ergebnisoffenen Studie noch Jahre mit zahlreichen Gesprächen und Beratungen mit ausführlichen Informationen für die Bürger ins Land gehen werden, ehe am Ende wahrscheinlich nur ein Bürgerentscheid zu einem Ergebnis führen kann. (Bernd Löwenberger)

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