Zum Gedenken in der Zukunft

Basaltstele soll an Oberaulaer Ortsjubiläum erinnern

Stolz präsentierten die Oberaulaer Ortsbeiratsmitglieder (von links) Ute Völpert, Christine Zülch, Monika Klagholz, Bürgermeister Klaus Wagner, Thomas Müller, Vorsitzender Hans-Joachim Schneider, Martin Battenberg Timo Wendt und Armin Lauer die Basaltstele, die sie zur 1150-Jahrfeier am Samstagmittag auf dem Marktplatz setzten. Fotos: Löwenberger

Oberaula. Fast drei Meter hoch und mehr als eineinhalb Tonnen schwer ist die Basaltstele, die der Oberaulaer Ortsbeirat am Samstagmittag anlässlich der 1150-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten am Rand des Marktplatzes errichtete.

Der „Riesenstein“ stammt aus dem Steinbruch „Am Nöll“, durch den im vergangenen Jahrhundert die Geschicke der Gemeinde maßgeblich beeinflusst wurden. Gefunden wurde das wertvolle Stück vor wenigen Jahren tief unter der Erde bei Brückenbauarbeiten im „Unteren Kirchweg“.

Wie lange er dort gelegen hat weiß niemand. Ermöglicht hat die ganze Aktion der Oberaulaer Unternehmer Karl Ickler. Der rettete die Stele damals vor dem Zersägen, bewahrte sie auf, schenkte sie schließlich dem Ortsbeirat und setzte sie aktuell mit schwerem Gerät an Ort und Stelle ein.

Seinen Wert erhalte das Stück Basalt dadurch, dass Stelen dieser Größenordnung in dem ehemaligen Steinbruch nicht mehr zu finden oder gar zu fördern seien, erläuterte der Ortsbeiratsvorsitzende Hans-Joachim Schneider. Ehe die schwere Stele gesetzt wurde, deponierte Schneider eine verchromte Zeitkapsel tief in der Grube. Darin enthalten sind eine aktuelle Tageszeitung, die Wochenausgabe des Knüllboten, ein Schreiben des Ortsbeirates mit allen Namen - aber ohne Fotos, wie Schneider versicherte - und eine verkleinerte Version der außen am Stein angebrachten Gedenkplakette.

Da fragten sich die anwesenden Oberaulaer, die mit frischen Waffeln und Kaffee oder Grillwürstchen und Bier die Aktion begleiteten, wer diese Information irgendwann in einer fernen Zukunft einmal finden wird. (lö) 

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