Oberaula: Ab Montag sind die ersten Zimmer belegt

Mehr Platz für Gäste im Hotel zum Stern

Weitgehend fertig: Für den Anbau an das Hotel Zum Stern in Oberaula laufen derzeit die letzten Arbeiten. Der Neubau schließt sich über einen modernen Verbindungsbau an das Fachwerkgebäude (links) an. Architekt Albert Heß zeigt eines der neuen Zimmer (Bild oben rechts), während Steffen Weppler und Maurice Rödel von der Firma Schwalm (Bild unten rechts) noch Leisten anschrauben. Fotos Zacharias
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Weitgehend fertig: Für den Anbau an das Hotel Zum Stern in Oberaula laufen derzeit die letzten Arbeiten. Der Neubau schließt sich über einen modernen Verbindungsbau an das Fachwerkgebäude an.

Oberaula. Gut 13 Monate wird nun schon am Anbau des Hotels Zum Stern in Oberaula gearbeitet. Jetzt sind die Hotelzimmer und der Tagungsbereich fast fertig. Ab Montag sind die ersten Zimmer belegt, erzählt Hotelchefin Elke Lepper.

Und eigentlich sieht alles schon sehr gut aus. Die Wände sind tapeziert, die Bäder gefliest, der Teppichboden liegt und auch die Möbel sind schon da. Trotzdem ist noch viel zu tun. Hier fehlen noch die Lampen, dort muss eine Tapetenbahn neu geklebt werden und Fußleisten sind auch noch nicht überall geklebt. Aber Architekt Albert Heß aus Mühlbach ist zuversichtlich, dass alles pünktlich fertig wird.

Mit dem Anbau schafft Elke Lepper dringend benötigten Raum für Tagungen. Im Erdgeschoss ist ein großer Raum mit 160 Quadratmetern entstanden, der je nach Bedarf auch in einen 100 und einen 60 Quadratmeter großen Raum unterteilt werden kann, sodass auch zwei Gruppen dort Platz finden. Im ersten Stock gibt es fünf neue Doppelzimmer, von denen eines rollstuhlgerecht ist.

Geordnetes Chaos: Noch sieht es im Tagungsraum wild aus. Architekt Albert Heß (rechts) spricht mit Hotelchefin Elke Lepper (links) und Claudia Klippert, die die Vorhänge montiert, über letzte Arbeiten.

Überhaupt ist der gesamte Anbau über einen Aufzug auch für körperbehinderte Menschen gut zugänglich. Und im Erdgeschoss gibt es eine Behindertentoilette, die auch von den Gästen des Restaurants genutzt werden kann. Die Zimmerkapazitäten des Hotels will Elke Lepper mit dem Neubau nicht wesentlich erweitern. Sie wollte vielmehr die Möglichkeit gewinnen, nun im historischen Altbau kleinere Zimmer zusammenlegen zu können.

Apartments auf zwei Etagen

Noch nicht ausgebaut sind drei Suiten oder Apartments im zweiten Stock, die sich jeweils über zwei Etagen erstrecken. Über eine Treppe erreicht man einen zusätzlichen Schlafbereich. Die könnten zum Beispiel von Familien genutzt werden, wären aber auch für einen längeren Urlaub attraktiv. Auch für die Mitarbeiter gibt es Verbesserungen. Sie erhalten Duschen und Umkleideräume im Keller. Dort sind außerdem Funktionsräume entstanden

Beim Ausbau hat Elke Lepper großen Wert darauf gelegt, vor allem heimische Firmen zu beschäftigen. Und Architekt Heß setzt auf regionaltypische Formen und Materialien: Spitze Giebel, Dachgauben, Ziegel, Holz und Glas. Das historische Fachwerkhaus und den modernen Neubau harmonisch miteinander zu verbinden war eine Herausforderung. Als Bindeglied ist ein moderner Zwischenbau aus Glas und Metall entstanden, der das Treppenhaus und den Fahrstuhl beherbergt.

Tagungsräume und Zimmer öffnen sich über große Fensterfronten auf der ruhigen Rückseite des Hauses zum Garten hin. Im ersten Stock gibt es einen kleinen Verbindungsgang. „Der ist innerhalb von einer Woche entstanden und jetzt meint man, er sei schon immer da gewesen“, erzählt Elke Lepper. (zac)

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