Deutlich weniger Bußgeldverfahren wegen Corona

Zu schnell auf Autobahn unterwegs: Fahrverbot droht

Vergeblich hat ein 47-jähriger Autofahrer aus Berlin am Mittwochvormittag auf geringere Polizeipräsenz wegen der Coronakrise gehofft.

An einer Steigungsstrecke der A 7 zwischen dem Kirchheimer und Hattenbacher Dreieck wurde die Geschwindigkeit seines Skoda von einem sogenannten Provida-Team mit vorwerfbaren 143 Stundenkilometern gemessen. Eine Provida-Streife ist ein ziviles Fahrzeug, welches gerichtsverwertbare Messungen von Geschwindigkeits- und Abstandsverstößen aufnimmt.

Erlaubt sind in diesem Bereich 100 Stundenkilometer. Den Fahrer erwarten nun ein Bußgeld von 160 Euro, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot. Der Berliner war laut Mitteilung der Polizei der erste Fahrer, den die Zivilstreife im April aus dem Verkehr ziehen musste, der mit einem Fahrverbot rechnen muss. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen und Einschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie hat der private Fahrzeugverkehr auf den Autobahnen in Hessen deutlich nachgelassen. Zurzeit werden deutlich weniger Bußgeldverfahren registriert.

„Als Einladung zum „Rasen“ sollte dies jedoch nicht angesehen werden. Bestehende Geschwindigkeitsbeschränkungen haben weiterhin ihre Gültigkeit“, mahnt die Polizei in ihrer Pressemitteilung.  jce

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare