Staumauer wird kontrolliert

Aufwendiger Umzug: Fische verlassen vorübergehend den Kirchheimer Stausee

Martin Naumann, Gewässerwart des Angelsportvereins ASV Kirchheim 1975, hält am Stausee am Kirchheimer Seepark einen Fisch über einen Lkw-Anhänger.
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Abfischen am Seepark in Kirchheim: Weil das Wasser zur turnusgemäßen Überprüfung der Staumauer abgelassen worden ist, mussten die Fische umziehen. Dabei halfen ihnen der Angelsportverein ASV Kirchheim 1975 und die Profis der Firma Rhönforelle aus Fulda. Unser Foto zeigt Vereins-Gewässerwart Martin Naumann (mit Hut und Fisch).

In einer Großaktion wurden am Freitag und Samstag alle Fische aus dem See am Kirchheimer Seepark abgefischt und per Lkw abtransportiert. Der Grund: Die Staumauer wird überprüft.

Kirchheim - Die aufwendige und lange generalstabsmäßig geplante Aktion war für eine anstehende Prüfung des Dammfußes und Fundamentes nötig. Unterstützung für die gewaltige Fangaktion hatten sich der Angelsportverein ASV Kirchheim 1975 und die Gemeinde bei der Profifirma Rhönforelle aus Fulda geholt. Die waren mit einem eingespielten Team, drei Speziallastwagen und einem schweren Autokran vor Ort, um die unzähligen Fische einzufangen.

„Zander, Hechte, Barsche, Forellen, Brassen, Weißfische, Schleien, Karpfen und Rotaugen tummeln sich in dem See“, zählte Gewässerwart Martin Naumann auf – darunter Exemplare von kapitaler Größe. Zu den Mengen kann er, wie auch alle anderen vor Ort, keine verlässliche Aussage machen. Am Ende waren es wohl mehrere Tonnen Fisch mit einem beträchtlichen Wert, die in den mit Sauerstoff versorgten Wassertanks der Speziallaster abtransportiert wurden.

Fische ziehen vorübergehend nach Breitenbach am Herzberg

Ziel war Breitenbach am Herzberg, wo der Fischzüchter Heinrich Geisel genügend Platz in seinen Teichen geschaffen hatte, um die Kirchheimer Fische isoliert zu versorgen, bis sie, wenn der See wieder voll ist, in ihre Heimat zurückgebracht werden.

Wenn die Fische umziehen müssen: Kirchheimer Stausee wurde abgelassen

Für eine Überprüfung der Staumauer des Stausees am Kirchheimer Seepark werden die Fische von der Spezialfirma Rhönforelle aus Fulda abgefischt.
Für eine Überprüfung der Staumauer des Stausees am Kirchheimer Seepark werden die Fische von der Spezialfirma Rhönforelle aus Fulda abgefischt.
Für eine Überprüfung der Staumauer des Stausees am Kirchheimer Seepark werden die Fische von der Spezialfirma Rhönforelle aus Fulda abgefischt.
Für eine Überprüfung der Staumauer des Stausees am Kirchheimer Seepark werden die Fische von der Spezialfirma Rhönforelle aus Fulda abgefischt.
Wenn die Fische umziehen müssen: Kirchheimer Stausee wurde abgelassen

„Alle zehn Jahre muss diese Prüfung durchgeführt werden“, erklärte Bürgermeister Manfred Koch. „Die letzte Prüfung liegt allerdings 17 Jahre zurück, weil die Frist wegen des damals hervorragenden Prüfergebnisses entsprechend verlängert wurde“. Koch bedankt sich in diesem Zusammenhang auch bei allen Helfern, die seit der Öffnung der Schleusen über Tage hinweg 16 000 Muscheln an den Ufern und im Schlamm aufgesammelt haben. „Das Vorkommen dieser Muscheln und der Rotaugen zeugt von einer hervorragenden Wasserqualität in unserem See“, sagte der Bürgermeister. Die Muscheln wurden in einen vereinseigenen Teich „Am Geiseküppel“ gebracht, wo sie mittlerweile für glasklares Wasser gesorgt haben, ergänzte Naumann.

Wenn die Prüfung keine besonderen Mängel feststellt, soll in acht Tagen mit dem Wiederanstau des Sees begonnen werden. Je nach Niederschlagsmengen kalkuliert der im Kirchheimer Bauamt verantwortliche Steffen Lange mit etwa zwei Monaten, bis der See am Kirchheimer Seepark wieder voll ist. (Von Bernd Löwenberger)

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