Folgen des Sturms

Weg von Bäumen versperrt: Autofahrer bei Bad Hersfeld fünf Stunden in Wagen eingeschlossen

+
Nach fünf Stunden konnte der Mann mit seinem Wagen befreit werden.

Kirchheim. Seit den frühen Nachmittagsstunden war die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim im Sturm-Dauereinsatz. Der wohl letzte Einsatz war die gefährliche Befreiungsaktion eines Autofahrers.

Er war in einem Waldstück auf der Landstraße zwischen Bad Hersfeld und Kirchheim mit seinem Fahrzeug eingeschlossen, weil mehrere wegen des Sturms auf die Straße gefallene Bäume seine Weiterfahrt unmöglich machten.

Zwei Stunden kämpften sich die Feuerwehrleute mit Kettensägen bis zum Autofahrer vor. Mehrere dicke Bäume, die quer über der Landstraße lagen, mussten zersägt und zur Seite geschafft werden, bis der junge Autofahrer, der insgesamt fünf Stunden im Wald eingeschlossen war, befreit werden und seinen Weg fortsetzen konnte.

Mehrere Bäume lagen auf der Straße.

Sichtlich erleichtert, endlich weiterfahren zu können, ließ er auch den freundlichen Hinweis von Einsatzleiter Thomas Schneemilch über sich ergehen, doch in Zukunft bei derart windigen Wetterverhältnissen den dicht bewachsenen Wald zu meiden und lieber die etwas weitere Fahrstrecke über die Bundesstraße zu nehmen um nach Hause zu fahren. Denn der Einsatz war auch für die Retter nicht ungefährlich, ein Feuerwehrmann musste während der gesamten Rettungsaktion die Baumkronen im Blick haben, um seine Kameraden notfalls warnen zu können. 

Für den Autofahrer wird die Aktion aber ein Nachspiel haben: Die Rechnung für den Rettungseinsatz aus dem Wald wird vermutlich nicht lange auf sich warten lassen, da die Straße für den Verkehr gesperrt war. 

Weitere Infos zu den Auswirkungen des Orkans "Friederike" im Kreisgebiet.

Von Yuliya Krannich (TVnews-Hessen)

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion