Nur die Hubschrauberrundflüge mussten ausfallen

Waldhessen-Trophy trotzte dem Wetter: Stationen kurzerhand verlegt

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Hoch die Hände: Sieger, Schirmherr und Organisatoren feierten die „Waldhessen-Trophy“, die wegen des schlechten Wetters in leicht veränderter Form stattfand.

Aus allen Ecken Deutschlands, aus Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden waren über 100 Motorradfahrer zur Waldhessen-Trophy nach Kirchheim gekommen. 

Aus allen Ecken Deutschlands, aus Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden waren am Samstag wieder über 100 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer nach Kirchheim gekommen, um an der weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannten „Waldhessen-Trophy“ teilzunehmen.

Die meisten Teilnehmer waren bereits am Freitag bei herrlichstem Frühlingswetter angereist. Um so größer dann der Schock, als bereits beim Frühstück eine Schlechtwetterfront mit Kälte und Schneeschauern über Kirchheim hinwegzog. Im Stundentakt wurden die Wetterverhältnisse überprüft und das Niederschlagsradar kontrolliert. 30 Teilnehmer sagten ab oder kamen gar nicht erst zur Veranstaltung.

Um 11 Uhr entschied dann der Vorstand des Vereins, dass aus Sicherheitsgründen keine Ausfahrt stattfinden wird, aber auf die Ausführung der „Waldhessen-Trophy“ nicht verzichtet werden soll. Drei von vier Stationen waren mobil und konnten auf den Veranstaltungsort in und um das Hotel Seeblick in Kirchheim verlegt werden. Eine vierte Station beim Schützenverein in Gersfeld/Rhön musste leider und zum Nachteil der Schützenschwestern und Schützenbrüder ausfallen. „Es ist einfach zu gefährlich, die Teilnehmer mit ihren Maschinen bis in die Rhön fahren zu lassen. Wir sind ein Verein, der Motorradunfälle verhindern möchte und da wäre es unverantwortlich, unsere Ausfahrt zu starten“ sagte der 1. Vorsitzende, Jens Krannich.

Aber da die Veranstaltung nicht komplett ausfallen sollte, wurden drei Stationen zum Seepark bestellt. Kurzerhand wurde ein Tagungsraum zur Erste-Hilfe-Station „umgerüstet“, wo die Teilnehmer unter den kritischen Augen der Helfer der DLRG-Ortsgruppe Bebra ihr Wissen im Bereich der Sofortmaßnahmen am Unfallort unter Beweis stellen mussten. Nur einen Raum weiter hatte die freiwillige Feuerwehr Bad Hersfeld eine Station aufgebaut, wo unter Beobachtung von Pierre Walter einen Golfball durch einen B-Schlauch getrieben werden mussten. Geschicklichkeit war bei der freiwilligen Feuerwehr aus Ronshausen an Station 3 auf dem Platz vor dem Strandcafé am See gefragt. Hier mussten Bälle in Pylone geworfen werden, um möglichst viele Punkte zu erreichen. Die einzige Station, die wie geplant stattfand, war die Station 4: hier mussten die Teilnehmer im Strandcafé in Eimern befindliche Motorradteile ertasten. Viel Spaß hatten Teilnehmer und Zuschauer bei der alles entscheidenden Endausscheidung der Gruppensieger. Hier mussten am Rücken befestigte Tampons in eine Flasche mit Wasser jongliert werden, um dann die Flasche so über einen Parcours zu tragen. Sieger des Wanderpokals, der „Waldhessen-Trophy“, wurde Reinhold Otter aus Hauneck. Gesamtsieger der Ausfahrt wurde Tony Eisermann aus der Schweiz, gefolgt von Lars Härtel aus Kirchheim auf Platz 2 und Andreas Hönsch aus Kelkheim auf Platz 3. Beste Frau wurde Elke Trümner aus dem Elsass. Der Pokal für die weiteste Anreise ging an die Eheleute Elke und Arno Trümner, die beide mit ihren Motorrädern 570 Kilometer anfahren mussten.

Alle Preise wurden auch in diesem Jahr vom Schirmherren Landrat Dr. Michael Koch überreicht. Bei der Siegerehrung lobte der Landrat noch die Organisatoren der Veranstaltung und die Weitsicht, bei den Wetterverhältnissen die Veranstaltung nicht wie geplant auszutragen, sondern alternativ auf die möglichen Stationen „indoor“ zu beschränken. Es gab interessante Wettkämpfe ohne auch nur einen Kilometer zu fahren. Komplett ausfallen mussten allerdings die geplanten Hubschrauber-Rundflüge. Den Ausklang fand die Veranstaltung schließlich mit einem Bikerabend mit DJ Richy.  yk

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