Handlungsempfehlungen für die Autobahngemeinde 

Studie präsentiert: Nach Kirchheim zum Tanken und Einkaufen

+
Eine übersichtlichere Verkehrsführung als auf dieser Hinweistafel auf Kirchheimer Betriebe an der Autobahnabfahrt schlägt die Studie zur Zukunft der Mobilität in der Autobahngemeinde unter anderem vor. 

Die Ergebnisse einer Studie zur Mobiliätsentwicklung wurden jetzt den Kirchheimer Gemeindevertretern vorgestellt. Handlungsempfehlungen gab es ebenfalls. 

Wer kommt wann, warum, alleine oder zu mehreren, mit welchem Verkehrsmittel, woher, wie oft nach Kirchheim und bleibt wie lange, um wo zu parken und was zu tun? Diese und einige weitere Werte hatte das Institut „Novaplan“ durch Befragungen und Zählungen in einer Studie ermittelt, die in einer verkürzten Power-Point-Präsentation jetzt den Gemeindevertretern vorgestellt wurde.

Ziel der Gemeinde war es, mittels der Studie „Auswirkungen von Mobilitätsentwicklungen auf den Gewerbestandort Kirchheim und Ableitung von Handlungsempfehlungen“ herauszufinden, wie sich zukünftige Verkehrsströme auf einen Stopp-over-Punkt mit seiner direkten Anbindung an die Autobahnen 4, 5 und 7 auswirken und auf welche Veränderungen sich vor allem der Einzelhandel einzustellen hat.

Unterlegt durch zahlreiche Skizzen und Diagramme stellte sich unter anderem heraus: Die typischen Kirchheim-Besucher kommen mit dem Pkw, sind männlich und zwischen 30 und 60 Jahren alt. Die aus der näheren Umgebung – Umkreis 50 Kilometer – kommen wöchentlich zum Einkaufen, hauptsächlich Lebensmittel, und Tanken und bleiben eine Stunde. Die von weiter weg kommen jährlich, zum Einkaufen von Kleidung (Anm. d. Red.: Outlet-Center), zum Tanken, zur Pause mit Toilettengang und bleiben meist weniger als eine Stunde.

Daraus leitete sich für die von Geschäftsführer Martin Klagerbauer vorgetragene Präsentation unter anderem ab: Für Fußgänger müssen die verschiedenen Stationen – Tanken, Sanitär, Gastronomie und Einkaufen – besser miteinander verbunden werden, etwa durch Überwege oder so genannte Dunkelampeln, die nur auf Anforderung „Rot“ zeigen und sich dann wieder abschalten. Die Beschilderungen müssen angepasst werden und deutlicher zwischen Pkw und Lkw unterscheiden. Für Elektromobilität braucht die Autobahngemeinde mittelfristig zwischen 38 und 53 überwiegend Schnell-Ladeplätze. Diese müssen über Apps und Webseiten ersichtlich und im Vorfeld buchbar sein, weil „Elektromobilisten“ ihre Ladestopps für Langstreckenfahrten meist im Vorfeld eruieren. Auch die Entwicklung des autonomen Fahrens werde sich im Verhalten der Besucher, etwa bezüglich Pausen und Verweildauer, und insgesamt auf die Bedeutung sogenannter Stoppover-Punkte auswirken, wobei der Referent hier einräumen musste, dass das eher sehr langfristig zu betrachten sei.

„Und dafür kassieren Sie 35 000 Euro“, kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Curt das Ende der Präsentation lapidar, ehe es möglich war, einige wenige Fragen zu stellen, die sich hauptsächlich um Elektromobilität drehten. (lö)

Kommentare