Kinder segnen Häuser und sammeln Spenden

Sternsinger starten am 6. Januar in Kirchheim

Bad Hersfeld. „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“ – das ist das Motto der Sternsinger-Aktion in diesem Jahr. Auch in Bad Hersfeld und den umliegenden Gemeinden werden in den kommenden Tagen wieder die Sternsinger unterwegs sein.

Wegen der Weihnachtsferien starten die meisten Sternsingergruppen allerdings erst am nächsten Wochenende, also vom 12. bis 14. Januar. Die Wort-Gottes-Feier zur Aussendung findet am Freitag, 12. Januar, um 15 Uhr in der Kirche St. Lulus-Sturmius in Bad Hersfeld statt. Ab 16.30 Uhr sind die Sternsinger dann in Heenes und Ortsteilen von Neuenstein unterwegs, außerdem in Beiershausen, Kohlhausen, Kerspenhausen, Asbach, Eichhof und Schenklengsfeld.

Am Samstag, 13. Januar, starten die Sternsinger um 9.30 Uhr in den Niederaulaer Ortsteilen, um 10 Uhr in Ludwigsau und um 12 Uhr in den Hersfelder Stadtteilen Sorga und Hohe Luft sowie in Unterhaun und Oberhaun. Der Kernort Niederaula ist am Sonntag, 14. Januar, dran, am Sonntagnachmittag das Innenstadtgebiet von Bad Hersfeld, der Frauenberg und der Johannesberg.

Bereits an diesem Wochenende, also am Dreikönigstag und am folgenden Sonntag werden die Sternsinger jeweils ab 10 Uhr in den Kirchheimer Ortsteilen und im Kernort die Menschen besuchen und den traditionellen Segen 20*C+M+B+18 über die Tür schreiben beziehungsweise einen Aufkleber anbringen. Die Abkürzung steht für Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus. Der Stern symbolisiert den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Er ist zudem ein Symbol für Christus. In Kirchheim ist das Dreikönigssingen eine gemeinsame Aktion der katholischen und der evangelischen Kirche. In der Regel besuchen die Sternsinger nur diejenigen Häuser, in die sie im Vorfeld eingeladen worden sind.

Problem Kinderarbeit

Etwa 300 000 Sternsinger ziehen jedes Jahr rund um den 6. Januar von Tür zu Tür, segnen Häuser und Wohnungen und sammeln Spende für Not leidende Kinder in der ganzen Welt. In diesem Jahr geht es darum, auf das Problem Kinderarbeit, vor allem in Indien, aufmerksam zu machen und Projekte zu unterstützen, die Familien unterstützen und den Schulbesuch und eine unbeschwerte Kindheit ermöglichen.

Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Als Könige gekleidet zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. Das Kindermissionswerk hat den Brauch 1959 mit der Aktion Dreikönigssingen wieder aufgegriffen und ihm ein neues Ziel gegeben. Heute ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. (zac)

Rubriklistenbild: © Mona Linke

Kommentare