Haus am Seepark soll erweitert werden

60 neue Zimmer für das Hotel Seeblick in Kirchheim

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So könnte es aussehen: Andreas Engelhoven mit dem Plan für den Neubau von Architekt Albert Heß.

Der Hotelier Andreas Engelhoven will das Hotel Seeblick am Seepark in Kirchheim um 60 Zimmer zu erweitern. Die Auslastung des Hauses ist gut. 

„Wir müssen mehr Betten haben, und die können wir auch auslasten“, erklärt Engelhoven seine Pläne. Insbesondere große Tagungen könne man gar nicht erst annehmen oder müsse Gäste in die umliegenden Ferienhäuser oder andere Hotelbetriebe weiterreichen.

Dabei verweist der Geschäftsführer auf Kirchenveranstaltungen, die mit bis zu 1000 Teilnehmern schon seit Jahren stattfinden, auf die Sudoku-Weltmeisterschaft, die kürzlich mit rund 350 Gästen stattfand, oder eine gerade stattfindende Skatveranstaltung mit mehr als 250 Teilnehmern.

Die neuen Zimmer sollen für bis zu vier Personen ausgelegt sein und somit bis zu 240 Gäste mehr untergebracht werden. „Dann bin ich in einer Größenordnung, wo ich nichts mehr dazu mieten muss.“ Weil das Personal an wesentlichen Stellen nicht erweitert werden müsse, würden durch den höheren Umsatz die Personalkosten von derzeit sehr hohen 48 auf 36 Prozent sinken. Mit spitzer Feder und sachkundiger Unterstützung hat Engelhoven gerechnet und kommt zu dem Ergebnis: „Man muss das machen.“

So könnte es aussehen: Andreas Engelhoven mit dem Plan für den Neubau von Architekt Albert Heß.

Schritt zwei der Planung ist die Sanierung der bestehenden Gebäude. 250.000 Liter Heizöl verbrauche man jährlich, nennt Engelhoven als Beispiel. Nach der Sanierung könne man trotz der 60 Räume mehr 80.000 Liter im Jahr einsparen. Der Abriss der alten, jetzt als Konvention-Center genutzten Tennishalle würde 1,2 Millionen Euro kosten. „Dafür können wir sie auch sanieren.“ So wie sich das Objekt jetzt präsentiert, ist es mit den hohen Personal- und Energiekosten und dem Investitionsstau von rund 1,5 Millionen Euro unverkäuflich, hat Engelhoven in den letzten vier Jahren erleben müssen.

Kostenrahmen bei 12,5 Millionen Euro

Nach ersten Planungen durch das Architekturbüro Heß aus Neuenstein müssen für Neubau und Sanierung rund 12,5 Millionen Euro geplant werden. Dafür ist Engelhoven jetzt auf der Suche nach Investoren, zuletzt auf der Immobilienmesse in München. Dabei sind zwei Varianten denkbar: Es findet sich ein Investor, der im Anschluss an die Arbeiten das Objekt übernimmt – und Engelhoven geht. Es finden sich (eventuell auch mehrere kleine) Investoren ab einer Einlage von 20.000 Euro bei sechs Prozent Verzinsung – und Engelhoven bleibt.

Eine dritte Variante ergab sich auf der Messe. Danach könnten statt der 60 Zimmer auch kleine Appartements gebaut und diese an die Gäste verkauft werden. Die hätten dann die Räume für eine bestimmte Zeit zur eigenen Nutzung, die übrige Zeit werden die Zimmer vom Hotel bewirtschaftet. Egal welche Lösung sich abzeichnet, der Umbau mache „das Ressort auch interessant für große Hotelgesellschaften,“ sagt Engelhoven und fügt an: „Verkaufen? Gerne! Aber verpachten? Ich nie wieder!“

Aussichtslos ist das Unterfangen des Hotelbesitzers keineswegs. Unter anderem hat bereits ein Bauunternehmen aus Kassel großes Interesse bekundet. Mögliche Interessenten aus der Nähe sollen aber nicht vorschnell übergangen werden.

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