Streit in Küche von Gemeinschaftsunterkunft

Totschlag in Kirchheim: Prozessauftakt im Fuldaer Landgericht

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Vor Gericht: Heute beginnt der Prozess nach der Tat in Kirchheim. Unser Foto zeigt den Angeklagten, der sich versteckt, daneben der Dolmetscher, links Verteidiger Christian Kusche.

Fulda/Kirchheim. Wegen Totschlags und versuchten Mordes muss sich seit heute ein 39-jähriger Mann aus Eritrea vor der 1. Großen Strafkammer des Fuldaer Landgerichts verantworten.

Staatsanwalt Andrea Hellmich wirft dem Asylbewerber vor, am 3. September vergangenen Jahres in Kirchheim nach einem Streit beim Mittagessen in der Küche der Gemeinschaftsunterkunft an der Breslauer Straße einen 32 Jahre alten Mann aus Somalia durch Messerstiche so schwer verletzt zu haben, dass dieser am selben Abend im Hersfelder Klinikum verstarb.

Einen Zeugen des Geschehens soll der Angeklagte, der seit 2014 in Deutschland lebt, zu dessen Zimmer verfolgt und ebenfalls lebensgefährlich verletzt haben. Der Angeklagte schilderte das Geschehen umgekehrt: Er sei bedroht worden und habe sich gewehrt. Den ebenfalls aus Somalia stammenden Augenzeugen habe er nicht verstanden. Als dieser ihm das Messer entreißen wollte, sei es zu den Verletzungen gekommen.

Der Prozess ist bis Ende Juli terminiert. Später mehr in unserem Internetangebot und in der gedruckten Mittwochausgabe unserer Zeitung.

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