Besonderes Flair erhalten

Masterplan für den Tourismus auf dem Eisenberg setzt auf Ruhe und Natur

Haben die touristische Zukunft des Eisenbergs im Blick: Die so genannte Steuerungsgruppe mit (von links) Heidrun Englisch, Geschäftsführerin Tourismusverband Rotkäppchenland, Corinna Zehender, Tourismusförderung Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Walter Glänzer, Bürgermeister Neuenstein, Sonja Kunze, Planungsbüro akp, Manfred Koch, Bürgermeister Kirchheim, Klaus Wagner, Bürgermeister Oberaula und Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin Zweckverband Knüllgebiet. Fotos: Bernd Löwenberger

Kirchheim. „Natur erleben, Ruhe genießen“ – dieses Motto hat sich in zahlreichen Sitzungen und einer Ideenwerkstatt für die touristische Zukunft des Eisenbergs herauskristallisiert.

Wandern, Radfahren und Vermarktung sind die Kernpunkte des Masterplans, der am Donnerstagabend von Landschaftsplanerin Sonja Kunze von dem Kasseler Büro Stadtplanung und Regionalentwicklung „akp“ vorgestellt wurde. Dazu kommen noch Wintersport, Freizeit und Veranstaltungen. In allen Bereichen gelte es, „das vorhandene Angebot nachhaltig auszubauen und an den Bedürfnissen der Besucher neu auszurichten“, um so einerseits mehr Besucher auf den Berg zu locken, andererseits aber mit sanftem Tourismus die Ruhe und das besondere Flair des Terrains zu erhalten. „Natur erleben, Ruhe genießen“ – dieses Motto hat sich in zahlreichen seit dem Winter 2017 durch das Leader-Programm geförderten Sitzungen, Workshops und einer Ideenwerkstatt für die touristische Zukunft des Eisenbergs herauskristallisiert.

Wanderwege wie der Panoramaweg, der Siegelweg oder der Archäologische Weg sollen durch attraktive Wegführung oder ergänzende Informationen noch attraktiver werden. Die Planung eines neuen Hersfeld-Eisenberg-Steigs ist bereits weit fortgeschritten und bis zum Hessentag soll das Projekt realisiert sein. Die Zertifizierung zu „Premiumwanderwegen“, die Ansprache spezieller Gruppen und Themenwanderungen sollen zusätzlich Anreize schaffen.

Für sportliche Radler könnte auf der „Rennstrecke“ zwischen Gersdorf und dem Resort Eisenberg ein so genannter Stopp-O-Mat installiert werden. Damit könnten die ambitionierten Sportler ihre Fahrzeit auf den Berg mit denen des Bergkönigs vergleichen.

Speziell anzulegende Flowtrails sollen Mountainbiker anlocken und gleichzeitig von Wanderwegen fernhalten und für die immer mehr werdenden E-Biker werden Ladestationen auf dem Berg von Nutzen sein.

Bezüglich der Vermarktung der höchsten Erhebung des Kreises wünscht sich Kunze einen Bergmanager, einen „Kümmerer“ bei dem alle Fäden zusammen laufen.

Das könne eine Einzelperson, aber auch eine Gruppe oder ein Verein sein. Im Internet sei der Eisenberg mittlerweile auf einer Unterseite des Tourismusverbandes Rotkäppchenland gut positioniert. eine eigene Domain „Eisenberg-Knüll“ soll dennoch eingerichtet werden. Spezielle Auftritte in den Sozialen Medien, wie etwa Facebook, sind hingegen nicht geplant.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner auf die nicht nur gemeinde- sondern kreisübergreifende Kooperation seiner Gemeinde mit Kirchheim und Neuenstein hingewiesen und den Berg als „tolles Erholungsgebiet“ bezeichnet, das über das gesamte Jahr genutzt werden müsse.

„Wir haben uns auf Dinge konzentriert, die machbar sind“, zog sein Neuensteiner Kollege Walter Glänzer am Ende eine Art Bilanz und appellierte: „Helfen sie uns bekannt zu werden.“ (lö) 

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