Kirchheimer Feuerwehr feiert 90. Geburtstag

Ein Schaumbad für den Schaufelbagger

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Dick mit Schaum eingehüllt war der „brennende“ Bagger während der Großübung der Kirchheimer Feuerwehren am Samstagabend auf dem Gelände der Firma Bickhardt Bau.

Ihren 90. Geburtstag feierte die Kirchheimer Feuerwehr am Wochenende mit ihrem Gemeindefeuerwehrtag. Dabei gab es auch ein Schaumbad für einen Bagger. 

Nach den Wettkämpfen der Jugendfeuerwehren am Samstagvormittag war eine Großübung am frühen Abend ein Highlight der Veranstaltung. Auf dem Gelände der Firma Bickhardt Bau in der Industriestraße mussten ein brennender Bagger und eine dahinterliegende Halle gelöscht werden.

Aus der Halle mussten unter Atemschutz Personen gerettet werden. Für die Löschung des Baggers entschieden sich die Einsatzkräfte für eine Schaumlöschung. Die war möglich, weil das Abwasser des gesamten Geländes durch spezielle Filter geleitet wird und der Schaum somit nicht in das öffentliche Abwassernetz gelangte. Im Einsatz waren 66 Kräfte sämtlicher Ortsteilfeuerwehren.

Am Ende zeigten sich die Übungsleiter weitgehend zufrieden, es gab aber auch Schwachstellen. „Wir haben nicht genug Atemschutzgeräteträger und im gesamten Übungsgebiet funktionierte der Digitalfunk mangels Netzabdeckung nicht“, stellte Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch fest.

Erinnerten ein wenig an Darth Vader aus Star Wars: Atemschutzgeräteträger bei der Vorbereitung auf den Einsatz während der Großübung der Kirchheimer Feuerwehren am Samstagabend.

Das gemütliche Beisammensein später startete mit einer Andacht mit Pfarrerin Melanie Hetzer, Grußworte, Lob und Anerkennung kamen von Bürgermeister Manfred Koch, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Thomas Specht und dem neuen Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger, der die Gelegenheit nutzte, sich vorzustellen. Mit Ehrungen und Beförderungen endete der offizielle Teil.

Am Sonntagmorgen machten sich elf Mannschaften auf einen Rundgang durch die Kerngemeinde, bei dem auf acht Stationen feuerwehrtechnische Aufgaben zu lösen waren.

Bei herrlichem Wetter gab es ab dem Mittag kaum mehr freie Plätze im und vor dem Gerätehaus. Bedauerlicherweise sehr viel früher als im Programmablauf angekündigt zeigten die Bambinis in ihren neuen Uniformen, was sie bisher gelernt hatten, die Siegerehrungen im Orientierungslauf fand statt – Niederaula siegte vor Heddersdorf und Goßmannsrode, und drei Fahrzeuge wurden übergeben. 

Als Mannschaftstransportwagen ging ein als Vorführwagen eingekaufter Ford Transit im Wert von 40.000 Euro an die Ausrückegruppe Wälsebachtal, ein „RTB1“ – Rettungstransportboot – für 3000 Euro für Einsätze auf dem Seepark ging ins Ibratal und nach Gersdorf im Aulatal ging ein 1500 Euro teurer Anhänger (ohne Beladung) zur Waldbrandbekämpfung.

90 Jahre Feuerwehr Kirchheim

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