Sofortmaßnahmen geplant

Hochwasserschutz für Kirchheim

Gershausen. Sofort reagiert hat Bürgermeister Manfred Koch auf den Starkregen mit Überschwemmungen, die Teile der Autobahngemeinde am Sonntag, 27. Mai, heimgesucht hatten.

Gleich am nächsten Tag beraumte er eine Besprechung mit Vertretern der Gemeinde, von Hessen Mobil und dem ausführenden Bauunternehmen an, um zu besprechen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um künftige Überschwemmungen zu verhindern. Darüber informierte Koch jetzt die Gemeindevertreterinnen und -vertreter bei deren Sitzung in Gershausen.

Kinngraben/Uferweg

Das Hochwassser im Bereich des Uferweges und der Bergstraße wurde unter anderem durch das noch nicht gebaute Regenrückhaltebecken verursacht. Da das Regenrückhaltebecken aber erst kurz vor Fertigstellung der Baumaßnahmen gebaut werden könne, habe man sich darauf geeinigt, dass im Bereich des Kinngrabens vor der Autobahnbrücke zunächst ein provisorischer Damm installiert werde, der das Wasser zurückhalte und dafür sorgen solle, dass das abfließende Wasser wenig Schmutz enthalte, erläuterte Koch. Der untere Grabenbereich werde geöffnet und es werde ein Graben zur weiteren Wasserführung angelegt. Dabei sei auch eine Furt über den Uferweg gebaut worden, sodass das Wasser in den Wälsebach geführt werden könne.

Am Wolfsstück

Hier sei, so Koch, inzwischen ein Rückhaltecontainer installiert worden, der dafür sorge, dass die Schmutzfracht aus dem Böschungswasser der Autobahn sich dort absetze. Hessen Mobil werde überprüfen, ob das Viadukt zum Innenohr der Autobahn verfüllt werden könne, da es offensichtlich nicht mehr benötigt werde.

Schulstraße

Nicht gesäuberte Straßeneinläufe auf der A7 und die wegen der Bauarbeiten entfernten Seitenrandsteine führten dazu, dass das Wasser ungehindert von der A7 in die Schulstraße floss, erklärte Bürgermeister Koch. Auch die Entwässerung der neuen Brücke sei noch nicht fertiggestellt gewesen. Die Straßeneinläufe seien inzwischen gereinigt worden, zurzeit werde an einer weiteren provisorischen Entwässerung über die Schwimmbadstraße in die Aula gearbeitet.

Mit Blick auf die bereits eingeleiteten Projekte zum Hochwasserschutz zog der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Curth seinen Antrag, in dem er eben das forderte und zudem eine ausreichend große Dimension der Regenrückhaltebecken anmahnte, zurück. „Wir kriegen noch mehr von der Brühe ab“, befürchtet Curth. Deshalb sollte mit Blick auf besonders starke Hochwasser geplant werden.

Seine Überlegung, einen Antrag zu stellen, in dem der Bürgermeister aufgefordert wird, darauf zu achten, dass tatsächlich für den Schutz der Kirchheimer gesorgt werde, konterte der Bürgermeister leicht pikiert mit dem Hinweis, dass er das ohnehin tun werde.

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