Zahlenwerk vorgestellt

Haushalt 2020: Kirchheim will investieren

Leichte Überschüsse weist der Entwurf des Kirchheimer Haushalts für 2020 aus. Die Genehmigung ist jedoch ungewiss.

Die Gemeinde Kirchheim hat seit Jahren keinen genehmigten Haushalt mehr. Schuld daran sind fehlende Jahresabschlüsse, die inzwischen immerhin bis zum Jahr 2015 vorliegen. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung legte nun Beigeordneter Heinrich Schenk in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters das Zahlenwerk für das laufende Jahr vor, das mit leichten Überschüssen abschließt.

Der Ergebnishaushalt hat ein Gesamtvolumgen von 7,07 Millionen Euro an Erträgen und 6,82 Millionen Euro bei den Aufwendungen. Im Finanzhaushalt wird ein Zahlungsmittelüberschuss von 82 500 Euro erwartet, berichtete Schenk.

Die Einnahmen

Als wichtigste und zuverlässigste Einnahmequelle nannte Schenk den Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer in Höhe von 1,72 Millionen Euro. An Gewerbesteuer erwartet die Gemeinde Kirchheim 1,12 Millionen Euro. Weitere größere Posten sind die Grundsteuer B mit 540 000 Euro, der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer mit 380 000 Euro und andere Steuern mit 424 000 Euro.

Die Ausgaben

Einer der größten Posten sind die Personalkosten mit einer Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte davon wird für das Personal der Kindertagesstätte benötigt. Für Sach- und Dienstleistungen stehen knapp zwei Millionen Euro im Haushalt. Als Kreisumlage muss Kirchheim 1,57 Millionen Euro zahlen, als Schulumlage 780 000 Euro und als Gewerbesteuerumlage 150 000 Euro.

Die Investitionen

Für den Brandschutz, speziell für den Erwerb von Fahrzeugen und anderer Ausstattung sind 240 000 Euro vorgesehen. Die meisten Investitionen werden jedoch über den Wirtschaftsplan der Gemeindewerke abgewickelt. Die meisten Projekte wurden aus dem nicht genehmigten Wirtschaftsplan 2019 übernommen.

Schenk nannte unter anderem die grundhafte Erneuerung der Rainstraße, die Umlegung des Radwegs in Kirchheim, die Freiflächengestaltung zum Abschluss der Dorferneuerung Goßmannsrode sowie die technische und energetische Überarbeitung der Kläranlage.

Die Kreditaufnahme

Um das alles umzusetzen seien, so Schenk, neben Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm KIP und der Hessenkasse Kredite in Höhe von 1,66 Millionen Euro nötig. Bei einer Darlehenstilgung in Höhe von 903 700 Euro betrage die Neuverschuldung 758 800 Euro.

Die Gemeindewerke

Der Erfolgsplan für das Jahr 2020 ist mit Erträgen und Aufwendungen von 4,54 Millionen Euro ausgeglichen, teilte Heinrich Schenk mit. Derzeit seien keine Erhöhungen bei den Benutzungsgebühren geplant. Durch die Ausgliederung der Immobilien in den Eigenbetrieb sei der Haushaltsansatz im Vermögensplan deutlich höher als im Haushalt, erläuterte Schenk. 5,24 Millionen Euro seien hier veranschlagt.

Für Investitionen stehen 3,75 Millionen Euro zur Verfügung. Investiert wird unter anderem in die Betriebszweige Abwasser (1 Million Euro), Immobilien (240 000 Euro), Wasserversorgung (250 000 Euro) sowie die Betriebszweige Energie und Freibad (jeweils 50 000 Euro).

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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