Kirchheimer GBI schlägt Alarm

Der Feuerwehr gehen die Führungskräfte aus

Kirchheim. Die Freiwillige Feuerwehr im Kreis hat ein brennendes Problem: In allen Gemeinden wird es immer schwieriger, geeignetes Führungspersonal zu finden, denn die Aufgaben werden umfangreicher, komplexer und die Verantwortung wächst. Der dienstälteste Gemeindebrandinspektor des Kreises, Thomas Schneemilch aus Kirchheim, schlägt deshalb jetzt Alarm.

„Wir brauchen mehr hauptamtliche Feuerwehrleute, die die Ehrenamtlichen bei ihren Aufgaben entlasten“, fordert Schneemilch. Er reagiert damit auf ein Interview unserer Zeitung mit dem neuen obersten Katastrophenschützer des Kreises, Torsten Bloß, der keine Notwendigkeit für die Einführung einer Berufsfeuerwehr sieht. Auch Schneemilch räumt ein, dass es noch genug normale Einsatzkräfte gebe. Immer weniger Feuerwehrleute seien aber bereit, Führungsaufgaben zu übernehmen.

Schneemilch, der seit 24 Jahren Führungskraft bei der Feuerwehr in Kirchheim und seit 15 Jahren ehrenamtlicher Gemeindebrandinspektor ist, kennt die hohe Belastung, die damit verbunden ist. Gerade eine Autobahnfeuerwehr wie in Kirchheim müsse jährlich zu rund 70 bis 100 Einsätzen ausrücken. Dazu kämen noch Wartungs- und Reinigungsarbeiten an den Geräten und stundenlange zusätzliche Verwaltungsaufgaben, die durch die Einführung des Digitalfunks und neue gesetzliche Vorgaben und Regeln noch steigt. Zudem seien die meisten Ehrenamtlichen auch beruflich stark eingebunden. Hinzu kommt die hohe Verantwortung für Leib und Leben bei Einsätzen. „Ohne Entlohnung sind immer weniger Feuerwehrleute bereit, diese Last zu tragen“. Schneemilch schlägt unter anderem die Einrichtung von Gemeinde übergreifenden Werkstätten vor, in denen hauptamtliche Feuerwehrleute Wartungsarbeiten übernehmen könnten. Auch eine Entlastung bei der Bürokratie, etwa durch das Landratsamt, regt der GBI an. 

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