Falscher Bankmitarbeiter

EC-Karte und PIN ergaunert: Betrüger prellt Ehepaar in Kirchheim um 2000 Euro

Kirchheim. Ein falscher Bankmitarbeiter hat ein älteres Ehepaar in Kirchheim um 2000 Euro geprellt.

Wie die Polizei mitteilt, klingelte am Montag gegen 16 Uhr ein Mann an der Haustür eines älteren Ehepaares – beide über 80 Jahre alt – an der Rosenstraße und gab sich als Mitarbeiter eines örtlichen Geldinstitutes aus. Er gab an, dass etwas mit dem Fonds-Sparplan des Ehepaares nicht stimme. Um die Unstimmigkeiten wieder korrigieren zu können, benötige er die Unterlagen des Kontos sowie die Bank-Karte und die Geheimzahl.

Die Eheleute gaben dem Mann nach kurzem Zögern ihre EC-Karte und die PIN. Bereits um 16.16 Uhr wurden mit an einem Geldautomaten 2000 Euro vom Girokonto der Eheleute abgehoben. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Etwa Mitte bis Ende 40 Jahre alt, von normaler Statur, sprach Deutsch ohne Akzent und war dunkel gekleidet. (red/jce)

Hinweise bitte an die Polizei in Bad Hersfeld, 06621/9320 oder im Internet unter www.polizei.hessen.de/onlinewache.

Tipps der Polizei

  • Für den Umgang mit der PIN (Geheimzahl) für die Nutzung  von EC- oder Kreditkarten rät die Polizei:
  • Die PIN darf nie an Dritte weitergegeben werden, nicht einmal Geldinstitute oder Kreditkartenunternehmen kennen die PIN; weder Amtspersonen (z.B. Polizeibeamte) noch Mitarbeiter von Geldinstituten werden deshalb legal nach der PIN fragen.
  • Lernen Sie am besten Ihre PIN auswendig und vernichten Sie den PIN-Brief.
  • Auf keinen Fall sollte die PIN irgendwo notiert werden - schon gar nicht auf der Zahlungskarte! Auch nicht im Adressbuch getarnt als Telefonnummer o.ä.
  • Achten Sie bei der Eingabe der PIN am Geldausgabeautomaten oder im Handel am Kassenautomaten darauf, dass niemand den Vorgang beobachten kann; bitten Sie aufdringliche Personen oder angebliche Helfer höflich aber bestimmt auf Distanz zu bleiben.
  • Verdecken Sie die PIN-Eingabe, indem Sie die Hand oder Geldbörse als Sichtschutz dicht über die Tastatur halten. Dies erschwert ein Ausspähen erheblich.
  • Geben Sie die PIN niemals an Türöffnern, auch nicht bei Banken, ein. Verständigen Sie in solchen Fällen sofort die Polizei.
  • Befolgen Sie keine Hinweiszettel, die zur mehrmaligen Eingabe der PIN auffordern.
  • Geben Sie beim Bezahlen nicht die PIN bekannt und achten Sie auf die Rückgabe der eigenen Zahlungskarte.
  • Die Telefonnummer für die Sperrung von Zahlungskarten:
  • Debitkarten (z.B. girocard, früher auch als ec-Karte bezeichnet) können bundesweit über die einheitliche zentrale Telefonnummer 116 116 (Sperr-Notruf) oder die 01805-021021 gesperrt werden.

Rubriklistenbild: © Marc Müller/dpa

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