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Corona trübt den Wasserspaß am Kirchheimer Seepark

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Von: Laura Hellwig

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Mit rund 30 km/h rauscht Julius Heine auf dem Knieboard über den Stausee.
Mit rund 30 km/h rauscht Julius Heine auf dem Knieboard über den Stausee. © Laura Hellwig

Die Wasserski- und Wakeboardanlage am Seepark in der Gemeinde Kirchheim besteht seit 42 Jahren. Seitdem hat sich an dem Stausee einiges getan.

Kirchheim – Die Internationale Vier-Schanzen-Tournee am Kirchheimer Seepark liegt zwar schon ein paar Jahrzehnte zurück und seither hat sich auch einiges an dem Stausee verändert, doch es gibt sie noch: Die Wasserskianlage im Ibratal. 42 Jahre wird sie in diesem Jahr alt und sie ist die einzige ihrer Art im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Vor allem in den vergangenen zwei Jahren musste sich die Wasserskianlage mit zwei großen Veränderungen arrangieren: der Corona-Pandemie und den neuen Besitzern des ehemaligen Hotels Seeblick.

Mit der Religionsgemeinschaft Bhakti Marga, die in den Räumlichkeiten ein Meditationszentrum eingerichtet hat, hat Wolfgang Senge, Geschäftsführer der Wasserskianlage, gute Erfahrungen gemacht. Deren Geschäft beeinflusst den Betrieb der Wasserskianlage nicht.

Unternehmen etwa, die sich als Gruppe zum Wasserskifahren angemeldet haben, würden ihren Besuch hin und wieder mit einer Tagung im benachbarten, ehemaligen Hotel verbinden, so Senge. Dort könnten nach wie vor Zimmer gebucht werden. Einige seiner Gäste hätten auf seinen Rat hin bereits dort übernachtet und positives Feedback gegeben, berichtet Senge.

Was dem Betreiber hingegen Sorge bereitet, ist die Corona-Pandemie. Noch vor zwei Jahren wäre im Sommer eindeutig mehr los gewesen, meint Senge. „Das ist beunruhigend.“

Gäste kommen aus ganz Hessen

Dennoch locke das exklusive Angebot Gäste aus ganz Hessen an den Stausee, der im idyllischen Ibratal, zwischen den Kirchheimer Ortsteilen Reimboldshausen und Kemmerode, liegt. „Natur pur“, schwärmt Wolfgang Senge. Auch den drei Freunden Karim Taki, Julius Heine und Saina Valia gefällt es am Seepark. Sie sind extra aus Frankfurt gekommen, um die Anlage in Kirchheim zu besuchen.

An der Wasserskianlage kann sämtlichen Wassersportdisziplinen nachgegangen werden. Mit 25 bis 30 Kilometern pro Stunde kann man auch auf Wakeboards, Wakeskates oder Knieboards über die Wasseroberfläche zischen. Wer es nicht ganz so actionreich mag, kann auch eine Runde Tretboot fahren oder auf dem Stand-up-Paddelboard über den See rudern.

„Wasserskifahren kann jeder lernen“, ist Senge überzeugt. Bei dieser Sportart komme es auf Gefühl an, nicht auf Kraft. Man dürfe nicht gegen das Wasser arbeiten, erklärt der begeisterte Wasserskifahrer.

Spaß für die ganze Familie: Neben Wasserski kann man am Seepark Kirchheim auch Tretboot fahren.
Spaß für die ganze Familie: Neben Wasserski kann man am Seepark Kirchheim auch Tretboot fahren. © Laura Hellwig

Der im Jahr 1980 gegründete WSC Kirchheim, dessen Erster Vorsitzende ebenfalls Wolfgang Senge ist, hat am Seepark schon einige große Veranstaltungen ausgetragen: Von der internationalen Vier-Schanzen-Tournee in 1985 über die Deutsche Wasserski-Meisterschaft in 1996 bis hin zur Klodeckel-WM in 2006.

Aktuell sei man wieder dabei, eine Mannschaft im Bereich des klassischen Wasserskis aufzubauen, so Senge. In den vergangenen Jahrzehnten habe der Verein einige erfolgreiche Sportler in den eigenen Reihen gehabt, die teilweise aus ganz Deutschland kamen. Heute schrumpft die Zahl der Mitglieder im WSC, bedauert der Vorsitzende.

Der Stausee verfügt auch über einen kleinen Strand mit Badebucht. Diese gehört zwar nicht zur Wasserskianlage, sei aber öffentlich zugänglich, so Senge. Auf halber Strecke zwischen Badebucht und Wasserskianlage gibt es Besucherparkplätze.

Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen und Anmeldung unter wasserski-kirchheim.de

(Laura Hellwig)

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