A 7 über acht Stunden in Richtung Süden voll gesperrt

Schwerer Unfall auf der A7 bei Kirchheim: Zehn Personen verletzt

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Ein Autotransporter, der mit zwei Wohnmobilen beladen war, und ein Kleinbus sind auf der A7 bei Kirchheim zusammengestoßen.

Kirchheim. Auf der A7 kam es im Bereich Kirchheimer Dreiecks in Fahrtrichtung Süden zu einem schweren Unfall. Zehn Personen wurden verletzt, darunter auch Jugendliche.

Artikel wurde aktualisiert um 7.35 Uhr. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Donnerstagabend gegen 18.20 Uhr auf der A7 zwischen Hersfeld-West und dem Kirchheimer Dreieck. Der Fahrer eines Autotransporters, der mit zwei Wohnmobilen beladen war, verlor auf der dreispurigen Autobahn in Fahrtrichtung Süden im Gefälle des Reckeröder Berges die Kontrolle über sein Gespann. 

Der Lastzug aus dem Landkreis Ravensburg schaukelte sich auf und geriet ins Schleudern. Nachdem er auf den Seitenstreifen kam, lenkte der Fahrer stark gegen und kam auf den linken Fahrstreifen. Dort stieß er gegen einen Kleinbus und drückte diesen gegen die Betonmittelschutzplanke. Bei diesem Zusammenstoß verkeilten sich beide Fahrzeuge. Der Lastzug drehte sich weiter und kam, entgegen der Fahrtrichtung, quer stehend zum Stillstand.

Jugendgruppe war auf dem Rückweg von der Ferienfreizeit

Zehn Verletzte nach Unfall auf der A7 bei Kirchheim. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. 

Im Kleinbus aus dem Landkreis Donnersberg/Rheinland-Pfalz befand sich eine 9-köpfige Jugendgruppe, auf dem Heimweg von einer Ferienfreizeit in Norwegen. Die 19-jährige Fahrerin des Busses sowie sechs Insassen der 15-20-jährigen Teenager wurden dabei leicht, zwei weitere schwer verletzt. Der LKW-Fahrer wurde leicht verletzt. 

Mit einem großen Aufgebot an Rettungskräften - im Einsatz waren unter anderem zwei Rettungshubschrauber, acht Rettungs-und mehrere Notarztwagen - wurden die Verletzten in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zwei Notärzte und ein Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes betreuten die Verletzten vor Ort. Die Feuerwehr aus Kirchheim befreite die eingeklemmte Verletzte und sicherte die Unfallstelle.

Wegen der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die A 7 zwischen der Anschlussstelle Bad Hersfeld-West und dem Kirchheimer Dreieck von 18.30 bis 2.30 Uhr gesperrt werden. Der Verkehr wurde über Neuenstein und Bad Hersfeld von der Autobahn umgeleitet. Es entstand ein Stau von 15 Kilometer Länge. Zur Versorgung der gestressten Autofahrer, die stundenlang im Stau stehen mussten, wurde durch die Leitstelle Hersfeld/Rotenburg, der Betreuungszug  des DRK Hersfeld alarmiert. Dieser versorgte die Verkehrsteilnehmer mit Getränken. 

Weiterhin waren die Feuerwehren Kirchheim und Bad Hersfeld im Einsatz. Bei dem Unfall liefen rund 150 Liter Dieselkraftstoff in die Kanalisation. Die untere Wasserbehörde wurde unterrichtet. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von 130.000 Euro. Als Unfallursache wird nach Angaben der Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit vermutet. Zur Klärung des Unfallgeschehens wurde ein Verkehrsgutachter beauftragt, der die Unfallstelle in Augenschein nahm.

Gaffer und schlechte Rettungsgasse behinderten die Einsatzkräfte

Besonders negativ fiel den Einsatzkräften wieder einmal auf, dass sich durch Neugierige und Handyfilmer der Verkehr in Richtung Kassel oftmals staute. Teilweise war die Rettungsgasse Richtung Süden blockiert. Die Absperr- und Bergefahrzeuge benötigten deshalb überdurchschnittlich lang für ihre Anfahrten zum Unfallort. (yk/pgo)

In diesem Bereich passierte der Unfall: 

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