610 Senioren verbrachten einen vergnüglichen Nachmittag in Kirchheim

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Sie waren in diesem Jahr die Ältesten: vorne links der 98-jährige Heinz Grundmann aus Hohenroda und Lisa Meier aus Heringen mit 96 Jahren, vorne rechts, wurden von Elke Künholz, Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda, Heringens Bürgermeister Daniel Iliev und Landrat Dr. Michael Koch geehrt. 

Kirchheim. Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand in der Freizeitanlage Seepark in Kirchheim am Mittwoch der Kreisseniorentag statt.

Kirchheim. „Ein Lied geht noch“, ruft die erste Kreisbeigeordnete und Moderatorin des Nachmittags Elke Künholz der Obersuhler Blasmusik zu. Und die Musiker legen prompt los mit „Auf der Vogelwiese“. Die 610 Senioren im Saal schunkeln munter mit, bevor Landrat Dr. Michael Koch den Kreisseniorentag, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Freizeitanlage Seepark in Kirchheim stattfindet, eröffnet. Der Landkreis bezahlt die Veranstaltung und wird dabei von der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg unterstützt. Jetzt muss der Landrat aber für Pfarrerin Melanie Hetzer Platz machen, die eine Predigt über Dankbarkeit hält.

Das Lachen von Heinrich Bätz und seinen Tischnachbarinnen hört man schon am benachbarten Tisch. Der 88-Jährige aus Niederaula unterhält den Tisch mit Witzen, die er auf Platt erzählt. „Er ist so ein guter Witze-Erzähler“, sagt seine Frau über ihn. Er hat Spaß auf dem Kreisseniorentag. Vorher, so erzählt er, hat sich der bereits fünffache Uropa alt gefühlt. „Aber hier sind ja alle alt“, sagt der lebensfrohe Senior.

Inzwischen hat die Moderatorin Elke Künholz das Kaffeetrinken eröffnet und der Streusel- und der Pflaumenschmandkuchen dürfen nun offiziell vernascht werden.

Auch Lydia Döring schmeckt der Kuchen. Die agile Seniorin aus Heringen schaut sonst immer mittags das ARD Buffet. „Dabei nicke ich dann immer kurz ein. Aber wirklich nur ganz kurz,“ sagt sie. Das ARD Buffet und der kleine Mittagsschlaf mussten für den Kreisseniorentag allerdings ausfallen. In Kirchheim gefällt es ihr sehr gut. „Es ist nicht so eng“, sagt sie und zeigt auf ihren Rollator neben sich. Das war in den Jahren zuvor nicht so.

Die ältesten Teilnehmer in diesem Jahr stammen aus den Gemeinden Heringen und Hohenroda. Lisa Meier ist mit 96 Jahren die älteste Teilnehmerin und wird von Heringens Bürgermeister Daniel Iliev nach vorne begleitet. Bei den Herren war keiner älter als Heinz Grundmann mit 98 Jahren aus Hohenroda. Für die beiden gibt es Blumen und Geschenke, überreicht von Landrat Dr. Koch und Elke Künholz.

Einer, der kräftig beim DRK mithilft, ist Werner Schnücker. Der 82-Jährige könnte eigentlich selbst Gast auf dem Kreisseniorentag sein. „Dafür fühle ich mich aber noch zu jung“, erzählt der Willingshainer lachend. Seit 50 Jahren ist er schon beim DRK Aulatal und die Helfer betreuen auch in diesem Jahr wieder den Kreisseniorentag, helfen beim Ein-und Aussteigen aus den Bussen und mit den Rollatoren. „Werner ist fit wie ein Turnschuh“, sagen seine Kollegen über ihn. Sein Geheimrezept? „Bewegung ist das halbe Leben“, verrät der ehrenamtliche Helfer.

Um die zwei Stückchen Kuchen, die es pro Teilnehmer gibt, zu verdauen, animieren die Ronshäuser Leinendämmler zum Mitsingen und Mitschunkeln. Mit Liedern wie „Ich bin noch jung und hab Schwung“, begeistern sie den ganzen Saal.

Rosie Allendorf singt munter mit. Für die 84-Jährige ist es der vierte Kreisseniorentag.

Sie grüßt hier und da, kennt fast an jedem Tisch jemanden. „Früher sind wir zusammen auf die Kirmes gegangen und heute eben zum Kreisseniorentag“, erzählt sie schmunzelnd. Und der Kreisseniorentag sei fast so schön wie die Kirmes damals, nur dass ein paar Lebensjahre dazwischen liegen. Aber zum Glück sind ja alle älter geworden.

Die Magical Steps aus Rotenburg stehen leider noch im Stau. Aber das ist kein Problem, die Obersuhler Blasmusik überbrückt die Zeit solange. Die Mädchen haben sich schon im Bus umgezogen und deshalb geht es für sie vom Bus direkt auf die Bühne.

Nach ihrem Auftritt endet der Kreisseniorentag in Kirchheim. Jetzt geht es für die Seniorinnen und Senioren noch darum, den richtigen Bus zu finden, damit auch jeder wieder im richtigen Ort zuhause ankommt.Und da kommt Werner Schnücker vom DRK ins Spiel, er hilft den Senioren den richtigen Bus zu finden und reicht ihnen die Hand beim Einsteigen.

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