Training der Nationalmannschaft

Blind im Seeblick beim Goalball

Die deutsche Nationalmannschaft im Goalball bereitete sich jetzt in Kirchheim auf Olympia vor.

In einem glatten Durchmarsch ohne Niederlage wurden sie im Herbst des vergangenen Jahres in Rostock Europameister. Jetzt trainieren sie für die Paralympics im Herbst diesen Jahres in Tokio wieder im CHP Hotel Seeblick in Kirchheim: Die deutsche Herren-Nationalmannschaft im Goalball - der Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung.

Bereits die Vorbereitungen auf die EM fanden teilweise am Seepark statt, unter anderem, weil der so zentral gelegen ist für die Männer, die aus Berlin, Chemnitz, Hamburg, Nürnberg oder Rostock anreisen.

„Mittlerweile fühlen wir uns total wohl hier“, erklärt Cheftrainer Johannes Günther, der aus Marburg kommt, „deshalb haben wir Kirchheim als wesentlichen Eckpfeiler für die Vorbereitung gewählt.“

Und weil sie hier so freundlich und in familiärer Atmosphäre aufgenommen wurden, haben sie dem Sportbeauftragte des Hotels, Gisbert Naumann, ein original Europameister-Trikot überreicht, worüber der sich mächtig gefreut hat. Zudem wird die Mannschaft im April schon mal zu einem Trainingslager nach Tokio fliegen, zwei weitere Trainings finden in Kienbaum bei Berlin, dem deutschen Olympiastützpunkt, statt, wo sich auch andere olympische und paralympische Sportler vorbereiten. Mit vier Trainingsblöcken an einem Ort stünde Kirchheim aber ganz weit oben.

Sehr gefreut haben sich die Goalballer, dass sie mit ihrem Sieg bei der EM 50 Minuten lang in der Sportschau des öffentlichen Fernsehens präsent waren und damit ihre Sportart einem breiten Publikum näher bringen konnten.

Auf eine ähnliche Resonanz hoffen sie, wenn sie im Herbst hoffentlich mit der Goldmedaille von den Paralympic Games vom 25. August bis 6. September in Tokio zurückkehren. Qualifiziert hatte sich die Mannschaft bereits als Vizeweltmeister bei der WM in Malmö in 2018 und nicht nur deshalb reisen die Männer als hoch gehandelte Favoriten nach Japan.

Übrigens: Teilnehmen an internationalen Goalballturnieren darf nur, wer eine Sehkraft von höchstens zehn Prozent hat, und um die Chancengleichheit zu wahren, werden auch die noch durch eine Binde oder Brille genommen, so dass alle Spieler völlig blind auf dem Feld sind. Mehr Informationen über das Spiel und die Mannschaft gibt es auf: www.goalball.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare