Bußgeld, Punkte in Flensburg und Fahrverbot

Nach Unfall mit Transporter auf A7: Gaffer und Blockierer angezeigt

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Nach diesem Unfall blockierten einige Fahrer die Rettungsgasse. Einer filmte das Geschehen außerdem im Vorbeifahren.

Kirchheim. Nach dem Unfall mit einem Autotransporter auf der A 7, hat die Polizei insgesamt 17 Fahrzeugführer wegen Blockierung der Rettungsgasse angezeigt.

Zu dem Verkehrsunfall war es am vergangenen Freitagmorgen gegen 10 Uhr auf der A 7 zwischen dem Hattenbacher Dreieck und Kirchheim in Fahrtrichtung Norden gekommen. Der Fahrer eines mit Nutzfahrzeugen beladenen Autotransporters hatte auf der abschüssigen und feuchten Fahrbahn vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, war nach links geschleudert worden und mehrfach gegen die Betonleitwand in der Fahrbahnmitte geprallt.

Im weiteren Verlauf knickte der Autotransporter rechtwinklig zusammen und kam auf allen drei Fahrstreifen zum Stehen. Der Fahrer blieb unverletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 150.000 Euro.

Folgende Konsequenzen drohen den Gaffern und Blockierern nun: je Fahrer 240 Euro Geldbuße, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Monat Fahrverbot.

Außerdem müssen acht Fahrzeugführer laut Pressemitteilung der Polizei eine Geldbuße in Höhe von 75 Euro bezahlen, da sie zum schnelleren Vorwärtskommen verbotswidrig den Seitenstreifen befahren hatten. Ein polnischer Sprinterfahrer verlangsamte seine Fahrgeschwindigkeit, um aus dem Auto heraus mit dem Handy zu filmen. Gegen ihn wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 230 Euro verhängt, das Video vor einer Verbreitung gelöscht.

„Es bleibt die Hoffnung, dass die persönlichen Folgen und Konsequenzen manchen Fahrzeugführer zumindest nachdenklich stimmen“, heißt es seitens der Polizei. Solche gravierenden Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sollen auch weiterhin verfolgt werden. (red/nm/yk)

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