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50 Jahre Bickhardt Bau: Digitale Jubiläumsfeierlichkeiten und regionale Bau-Highlights

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Von: Robin Kemmsies

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Die neue Schrägseilbrücke über die Fulda gebaut von Bickhardt Bau
Lückenschluss für die neue s-förmige Schrägseilbrücke über die Fulda: Anfang August wurde das Mittelteil mit einem großen Mobilkran eingehoben. © Bickhardt Bau AG

In der Kirchheimer Unternehmenszentrale von Bickhardt Bau ist man stolz auf Erreichtes und blickt zugleich voller Zuversicht in die Zukunft.

Der bundesweit tätige Komplettanbieter für den Verkehrswegebau feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und hat seine Marktposition in der Mitte Deutschlands weiter ausgebaut.

Nach Gründung einer Niederlassung in Paderborn und dem Umzug der Niederlassung Rheinland-Pfalz steht der Ortswechsel der Niederlassung Fulda kurz bevor. Die älteste Zweigstelle von Bickhardt Bau hatte längst seine Kapazitätsgrenzen erreicht. In Dipperz fand man einen geeigneten Standort, auf dem ein zweigeschossiges Verwaltungsgebäude mit 2.000 Quadratmetern Nutzfläche errichtet wurde. „Wir bauen in der Region, und wir bauen mit der Region“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ralf Schär beim Spatenstich. Einzelne Gewerke, die die eigenen Mitarbeiter nicht realisieren konnten, wurden an Betriebe aus der Region vergeben. Der moderne Bürokomplex bietet 80 Beschäftigten optimale Arbeitsbedingungen. Rund sechs Millionen Euro investiert Bickhardt Bau in den neuen Standort.

Mit der Firma EKS Aust AG aus Schloßvippach und der Firma Asphaltbau Bürstadt (ABB) wurden zwei mittelständische Bauunternehmen in die Unternehmensgruppe integriert. Die Zahl der Mitarbeitenden in der Aktiengesellschaft sowie in den Tochter und Beteiligungsgesellschaften stieg damit auf 2.600 Personen. Genug Manpower und Knowhow also, um zahlreiche anspruchsvolle Bauvorhaben zu realisieren.

Zu den regionalen Bau-Highlights im Jubiläumsjahr zählt eines der größten Logistik-Projekte in Osthessen, das derzeit an der Autobahn 7 bei Michelsrombach entsteht: Auf 23 Hektar Fläche (so viel wie 25 Fußballfelder) bereitet Bickhardt Bau den Grund für das neue tegut-Logistikzentrum. Im Zuge der Erd-, Tief- und Straßenbauarbeiten wurden rund eine Million Tonnen Gestein bewegt. Ab 2023 sollen dort 800 Beschäftigte auf 90.000 Quadratmetern die Bewirtschaftung und Auslieferung von 17.000 verschiedenen Artikeln organisieren. 

Während in Kirchheim die Arbeiten für den Ersatzneubau der Autobahnbrücke über die Schwimmbadstraße sowie für eine Stützmauer mit Lärmschutzwand zwischen Anschlussstelle und Aulatalbrücke gerade begonnen haben, steht der Neubau der Schrägseilbrücke über die Fulda in Bad Hersfeld kurz vor der Fertigstellung. Die Brücke verbindet den Bereich des Stadions an der Oberau mit dem gegenüberliegenden Fuldasee-Gelände und soll Fußgängern und Radfahrern einen besseren und barrierefreien Zugang zu den Fuldaauen ermöglichen. Der Überbau wird von Stahlseilen gehalten, die an zwei freistehenden, 11,5 Meter hohen Masten befestigt sind. Das architektonisch ansprechende, 81 Meter lange Bauwerk ersetzt die marode Rialtobrücke.

Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Realisierung von Bauprojekten sind Fachkräfte. Bickhardt Bau setzt seit Bestehen auf eine fundierte Ausbildung und ist erneut ausgezeichnet worden: Kürzlich wurden die Ehrungen für drei jahrgangsbeste Auszubildende auf Kammer- und Landesebene entgegengenommen. Über solche Auszeichnungen sind die Verantwortlichen im Jubiläumsjahr besonders erfreut.

Bei aller Freude über Erreichtes, ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Das Jubiläum musste pandemiebedingt anders begangen werden, als geplant. Das große Familiensommerfest zum 50-jährigen Bestehen wurde auf unbestimmt verschoben. Stattdessen nahm das Unternehmen seine Mitarbeitenden mit auf eine digitale Jahresreise: Monatlich wurden auf der Jubiläums-Webseite www.50jahrebickhardtbau.de Beiträge zu 50 Jahren Bickhardt Bau präsentiert.

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