Wiederwahl

Zweite Runde für Stenda: Bürgermeister von Hohenroda in neue Amtszeit eingeführt

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Zweite Amtszeit für Bürgermeister Andre Stenda in Hohenroda: Unser Foto zeigt den Bürgermeister mit seiner Verlobten Olivia Klim, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Hans-Albert Pfaff (links) und dem Ersten Beigeordneten Stefan Kümmel mit der Ernennungsurkunde nach der Vereidigung im Bürgerhaus Mansbach. 

Die Amtseinführung und Vereidigung von Bürgermeister Andre Stenda stand im Mittelpunkt der Gemeindevertretersitzung in Hohenroda. Bei der Wahl im März hatte er sich deutlich gegen seine Mitbewerber durchgesetzt. 

Trotz der brütenden Hitze im Bürgerhaus Mansbach war Stenda dem feierlichen Anlass gemäß im dunkelblauen Anzug mit Krawatte erschienen. Er hatte sich bei der Wahl am 10. März mit 90,1 Prozent klar gegen seine Mitbewerber Uwe Metz und Frank Gössel durchgesetzt und tritt nun seine zweite Amtszeit an.

Stenda erinnerte an seinen ersten Wahlsieg als damals jüngster Bürgermeister in Hessen. Sein gutes Wiederwahlergebnis sei nicht nur Bestätigung für ihn, „sondern für unsere gute Arbeit in den vergangenen sechs Jahren“, sagte er den Gemeindevertretern. Man habe stets „an einem Strang gezogen“ und über politische Grenzen hinweg zusammengearbeitet.

Gemeindeparlament traf letzte Entscheidungen vor der Amtseinführung

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Hans-Albert Pfaff hatte Stenda zuvor gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Stefan Kümmel vereidigt und ihm „nie nachlassende Tatkraft und Optimismus“ für die zweite Amtszeit gewünscht.

Vor der Amtseinführung hatte das Gemeindeparlament einvernehmlich die letzten Entscheidungen vor der Sommerpause getroffen. So wurde beschlossen, dem Interkommunalen Kreisarchiv Nordhessen im Auftrag des Kommunalen Archivverbunds Hersfeld-Rotenburg beizutreten. Insgesamt 15 Kommunen des Kreises haben ihr Interesse an einer Teilnahme signalisiert.

100 000 Euro Fördergeld für den Archivbeitritt

Nach dem Umzug des Rathauses müsse in Hohenroda alles fachmännisch dokumentiert werden. Dazu habe die Gemeinde selbst gar nicht die personellen Ressourcen“, erklärte Stenda und meinte: „Hier müssen mal Profis ran“. Zudem gebe es für den Archivbeitritt 100 000 Euro Fördergeld.

Außerdem brachte die Gemeindevertretung bei einer Enthaltung durch die CDU eine Stellungnahme zum Windvorranggebiet HEF 047 in der Gemarkung Oberbreizbach/Mansbach auf den Weg. 

Die Gemeinde befürchtet durch die riesigen Windkraftanlagen „Eingriffe in die Natur, die über der natürlichen Belastungsgrenze“ liegen, zumal auch noch die Kalihalde teilweise auf dem Gemeindegebiet liegt.

Diese Bedenken führte Emil Kümmel von der FWH umfänglich aus. Er sorgte sich vor allem um den Hotelpark und das Landschaftsbild. „Die Anlagen sind so hoch, dass man sie sogar aus Fulda sehen kann“, denn sie überragten teilweise noch die umliegenden Berge.

Bürgermeister Stenda verwies auf das basisdemokratische Genehmigungsverfahren, das nun beim RP in Kassel liege. „Mehr als unsere Bedenken in der Stellungnahmen zu formulieren, können wir jetzt nicht tun.“

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