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Windpark Mansbach wächst: Schwertransporte sorgen für Behinderungen

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Emporgewachsen: Bei zwei Türmen des Windparks bei Mansbach sind die Betonsegmente mit einer Höhe von 86,2 Metern bereits vollständig montiert. Darauf kommen noch drei Stahlturmsektionen. Der Turm erreicht dann eine Gesamthöhe von rund 160 Metern.
Emporgewachsen: Bei zwei Türmen des Windparks bei Mansbach sind die Betonsegmente mit einer Höhe von 86,2 Metern bereits vollständig montiert. Darauf kommen noch drei Stahlturmsektionen. Der Turm erreicht dann eine Gesamthöhe von rund 160 Metern. © PNE AG/NH

Der Windpark in Hohenroda wächst. Fünf Windräder sind dort geplant, in dieser Woche kommen die nächsten Schwertransporte.

Mansbach – Zwischen den Hohenrodaer Ortsteilen Mansbach und Oberbreitzbach sowie der Landesgrenze zu Thüringen sind die ersten Türme von insgesamt fünf geplanten Windkraftanlagen in die Höhe gewachsen.

Dafür lässt der Investor PNE AG aus dem niedersächsischen Cuxhaven ab kommenden Donnerstag, 22. September, nachts zwischen 22 und 6 Uhr weitere Anlangen-Komponenten anliefern.

Die überlangen Schwertransporte rollen über die B 62 und die Landesstraßen L 3171 bis L 3173 über Schenklengsfeld bis zum Windpark südöstlich von Oberbreitzbach. Die 72,4 Meter langen Rotorblätter der Windkraftanlagen sollen auf einer Umladefläche bei Ransbach auf sogenannte SPMT-Bladeliftertransporteinheiten umgeladen werden, um Baumeinschlag zu vermeiden und die enge Ortsdurchfahrt von Oberbreitzbach meistern zu können.

„Die Bladelifter bestehen aus zwölf Achsen, fahren nur Schrittgeschwindigkeit, können aber das Blatt während des Transportes auf bis zu 60 Grad aufstellen, um Hindernisse wie Baumalleen in der S-Kurve vor der Ortslage zu umfahren“, sagt der Projektleiter Jens Peters.

Geplant sind für diese 15 Blatttransporte je eine Fahrt pro Tag zwischen 9 und 18 Uhr. Die Bladelifter werden laut Mitteilung von PNE in Abstimmung mit dem Bauamt der Gemeinde Hohenroda möglichst nur außerhalb der Linienbus- und Schulbusverkehrszeiten fahren und benötigen für den rund 3,2 Kilometer langen Transport zwischen der Umladefläche südlich von Ransbach und dem Windpark etwa 90 Minuten Fahrtzeit. Der Zustand der Transportstrecke sei im Vorfeld durch einen unabhängigen Sachverständigen dokumentiert worden.

Das Unternehmen möchte die fünf Nordex-Windkraftanlagen möglichst bis Ende 2022 vollständig in Betrieb nehmen. Von Mitte März bis Ende Juni waren dafür bereits der Wege- und Kranstellflächenbau sowie der Fundamentbau abgeschlossen worden.

Ebenso hat PNE das in rund zehn Kilometern Entfernung zum Windpark gelegene Umspannwerk Ausbach neu errichtet und in Betrieb genommen – unsere Zeitung berichtete. „Aktuell werden die Betontürme der fünf Windkraftanlagen errichtet und die Kabel auf der Trasse zwischen Windpark und Umspannwerk Ausbach verlegt.

Temporäre Kreuzungsausbauten sowie die Umladefläche an der L 3173 sind zur Vorbereitung auf den spektakulären Windkraftanlagentransport ebenfalls bereits hergestellt“, berichtet Jens Peters.

Die fünf Windkraftanlagen des Typs Nordex N 149 mit 164 Meter Nabenhöhe mit einer Gesamtleistung von 28,5 Megawatt sollen nach seiner Inbetriebnahme rechnerisch rund 13 400 Vier-Personenhaushalte mit regenerativem Strom versorgen können. „Die nächsten Wochen werden spannend, aber auch sehenswert“, ist Projektleiter Peters überzeugt.  (red/jce)

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