Goldfarbene Schlammschlacht

White Hills Run in Hohenroda  lockte mehr als 300 Fun-Sportler an

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Auf dem Reifenstapel war die Geschicklichkeit der Fun-Sportler gefragt.

Von überall her kamen sie am Samstag ins Land der Weißen Berge nach Hohenroda zur Schlammschlacht durch die herbstliche Natur angereist.

Mansbach – Der White Hills Run war  überhaupt eine der ganz wenigen Veranstaltungen in diesem Jahr, die den Freunden der Crossläufe mit extremen Hinternissen geboten wurde.

Dem Veranstalter Eventpower aus Darmstadt war es gelungen, die ursprünglich am 6. Juni geplante Veranstaltung mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept in den goldenen Herbst zu retten. Auch das Wetter spielte mit und zauberte mit Sonnenschein den Sportlern und den vielen Zuschauer immer wieder ein Lachen oder verdutztes Staunen ins Gesicht, wenn das eine oder andere Hindernis sich gegen ein schnelles Überwinden sperrte.

Der Parcours selbst verlief querfeldein zwischen Mansbach und Oberbreitzbach, war vom Regen am Vortag ordentlich aufgeweicht und bot so beste Voraussetzungen für die goldfarbene Schlammschlacht.

Mit verpflichtendem Mund-Nasen-Schutz auf dem Veranstaltungsgelände sowie Fiebermessung starteten zwischen zehn und 13 Uhr im Fünf-Minuten-Takt jeweils die Zehnergruppen. Los ging es für die mehr als 300 Starter nach zehn Metern zum Aufwärmen über den ersten Holzstapel in Richtung Schloss Mansbach.

Gleich in der ersten Gruppe mit Startnummer eins lief der Bürgermeister von Hohenroda, Andre Stenda, mit, der sich maßgeblich für das Zustandekommen des Events eingesetzt hatte. Ein gutes Beispiel dafür, wie man trotz Corona etwas erfolgreich auf die Beine stellen kann, wenn alle mitziehen.

Sowohl die Vereine, als auch die ansässigen Firmen hatten alle Register für die abgefahrenen Hindernisse und die Verpflegung gezogen. Zwischen Palettenstapel, Gummireifen, Schlammlöchern, Slider und einer Schaumkanone kurz vorm Ziel wurden Kaffee und Kuchen, Getränke, Bratwurst und leckerer Eintopf angeboten.

Wer aber keine Lust oder Kraft mehr hatte, die vollständigen zehn Kilometer zu absolvieren, konnte am Hof Eiche sogar eine Abkürzung über nur sieben Kilometer nehmen und so drei Hindernisse weglassen. Egal ob nun zehn oder sieben Kilometer, bereits nach wenigen Metern waren die Sportler standesgemäß vom Schlamm gezeichnet, was ihnen sichtbar nichts ausmachte.

Überhaupt war dieser Trail nicht auf Leistung getrimmt, denn es gab keine offizielle Zeitnahme oder Rangliste. Der White Hills Run war als Teamveranstaltung mit hohem Spaßfaktor angelegt. Ziel aller Teilnehmer war es, mit ihren Freunden gemeinsam und gegenseitig helfend über die Hindernisse zum Ziel zu gelangen. (Steffen Sennewald)

AUCH DAS NOCH

Unser Mitarbeiter Steffen Sennewald hat sich bei der Berichterstattung über den White Hills Run verletzt. Selbst teilgenommen hat er an dem Fun-Wettkampf nicht. Allerdings fuhr er mit seinem Klapprad von Hindernis zu Hindernis, um die Sportler in Aktion zu fotografieren. Und dabei ist er auf dem nassen Untergrund ausgerutscht und hat sich schwer an der Schulter verletzt. Wir wünschen ihm gute Besserung. Wie es sich für einen Kämpfer wie ihn gehört, hat er unter Schmerzen die Fotos am Computer bearbeitet und auch den Bericht verfasst. (rey)

White Hills Run: Über Stock und Stein in Hohenroda

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