Gipfelschnaps auf halber Höhe

Soisberg-Wanderung: Himmelsschauplatz und Brotzeithütte eingeweiht

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Probesitzen: Die Wellenliege des neuen Himmelsschauplatzes bei Soislieden testen (von links) Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda, Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank, Ursula Roller (Sachbearbeiterin für Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Eiterfelds Bürgermeister Herrmann-Josef Scheich, Martin Kremer (Geschäftsführer Verein Natur und Lebensraum Rhön) und der Vorsitzende der Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg, Leonhard Hohmann. 

Ein neuer Himmelsschauplatz und eine Brotzeithütte wurden während der Jahresabschlusswanderung zum Soisbergturm eingeweiht.

In diesem Jahr wurde der Gipfelschnaps während der traditionellen Jahresabschlusswanderung auf den Soisberg bereits auf halber Höhe ausgeschenkt.

Weiter Blick: Der Aufstieg auf den Soisberg wurde mit guter Fernsicht belohnt.

Denn dort, am sogenannten Hochzeitsbaum unweit des Hofs Kahlhausen, haben die Mitglieder der Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg eine neue Brotzeithütte errichtet, die die Erbauer während der Wanderung einweihten. Der Rastplatz ist nicht die einzige Neuerung, die am Samstag auf dem Weg zum 630 Meter hohen Gipfel offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde. Nicht weit entfernt davon ist in diesem Jahr einer von insgesamt fünf Himmelsschauplätzen in der Rhön entstanden (unsere Zeitung berichtete). Bei Gesamtkosten von rund 16 000 Euro werden 9600 Euro aus dem Regionalentwicklungsprogramm Leader finanziert, 6400 Euro Eigenanteil trage die Gemeinde Hohenroda, berichtete Bürgermeister Andre Stenda zur Eröffnung. Die Koordinatorin des Projekts Sternenpark Rhön, Sabine Frank vom Landkreis Fulda, stellte den Wanderern den mit Polarsternfinder, drehbarer Sternkarte, Fernglasaufsetzern sowie Wellenliege ausgestatteten Aussichtspunkt vor und erläuterte, welche Probleme mit der zunehmenden Lichtverschmutzung, also der Überdeckung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, verbunden sind.

Rastplatz: An der neuen Brotzeithütte am Hochzeitsbaum legten diese Wanderer auf dem Weg zum Gipfel einen Zwischenstopp ein.

Weil auf den Tafeln auch Informationen zu atmosphärischen Erscheinungen wie Wolkenbildung und Regenbögen zu finden sind, handele es sich um mehr als einen reinen Sternenguckerplatz, erläuterte Sabine Frank die Namensgebung.

Nach den Stopps an Himmelsschauplatz und Wanderhütte führte der Weg hinauf auf den 630 Meter hohen Gipfel. Nach dem Erklimmen der 111 Stufen des knapp 25 Meter hohen Aussichtsturms genossen die Wanderer den Ausblick über das Hessische Kegelspiel, die Rhön, den Thüringer Wald und das Hessische Bergland.

Seit mittlerweile 24 Jahren wird die Jahresabschlusswanderung zum Soisberg angeboten. Anfangs führte die Tour noch zum baufälligen Holzturm. Später machten sich die Teilnehmer ein Bild vom Baufortschritt. Doch auch nach der Fertigstellung des Aussichtsturms im Jahr 2003 habe dieBürgerinitiative ihre Bedeutung nicht verloren, wie der Vorsitzende Leonhard Hohmann zur Begrüßung betonte: So musste der Verein im zurückliegenden Jahr eine der vier Holzsäulen des mit Holz verkleideten Stahlgerüst-Bauwerks erneuern lassen. Gestartet waren die rund 250 Teilnehmer der Wanderung am Mittag in der Ortsmitte des kleinsten Hohenrodaer Ortsteils Soislieden. Nach der Rückkehr wurde dort im Hof der Familie Wuchert ein zünftiger Imbiss gereicht.

Einweihung Himelsschauplatz und Jahresabschluss-Wanderung zum Soisbergturm

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