"Lebensfisch" für Markus Metz

1,70 Meter lang, 41 Kilo schwer: Riesen-Wels in Hohenroda gefangen

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1,70 Meter groß und 41 Kilo schwer: Markus Metz mit dem Wels, den er in Hohenroda gefangen hat. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Der Angelausflug in Hohenroda/Schwarzengrund wurde für Markus Metz aus Ransbach zum Kraftakt. Ein Riesen-Wels hing plötzlich am Haken. 

Mit solch einem Fang hatten Markus Metz (36 Jahre) aus Ransbach und sein sechs Jahre alter Sohn Elias nicht gerechnet, als sie am Sonntag vergangener Woche für eine Stunde zum Blinkern an die Angelteiche in Hohenroda/Schwarzengrund fuhren, um die letzten Stunden des Tages noch auszunutzen.

Gegen 17.30 Uhr traf das Vater-Sohn-Team am Teich ein und warf den Köder aus. Etwa vier Meter vor Metz’ Füßen gab es plötzlich einen massiven Einschlag in der Angelrute, was ein Gefühl gewesen sei, als hätte man den Haken in einen Baum gehängt, nur habe sich dieser bewegt. Kurz nach dem Biss seien auch gleich Blasen vom Grund hochgekommen, ein typisches Zeichen für einen Wels.

Dann ging das Kräftezerren zwischen Wels, Angler und dem Gerät los. „Die Fluchten waren nicht aufzuhalten und die Schnur ist von der Rolle gezogen wurden, als ob der Bügel der Rolle offen war“, teilt Steffen Volkenand aus dem Vorstand des Vereins Vereinigte Fisch-Freunde Hohenroda 1969 mit. Ein Anglerkollege kam mit einem Kescher in der Hand, um beim Landen des Fisches zu helfen. Als nach circa 20 Minuten ein Teil des Fisches kurz zu sehen war, stellte er seinen Kescher hin und Markus Metz bat den Anglerkollegen, die Handschuhe aus dem Kofferraum zu holen, denn Welse in dieser Größe landet man am besten mit dem sogenannten Wallergriff, heißt es weiter in Volkenands ausführlichem Bericht.

Dabei greift man dem Fisch in den Mund und holt ihn auf diese Weise aus dem Wasser. Mittlerweile war auch Markus Metz’ Vater Jürgen Metz (61) am Angelteich eingetroffen, um bei der Landung des Fisches zu helfen. Nach 35 Minuten war der Fisch schließlich das erste Mal an der Oberfläche, ein Zeichen für die anstehende Landung. Jürgen Metz packte beherzt in das Maul des Fisches und holte den Wels zusammen mit seinem Sohn aus dem Wasser. An Land wurde auch die Dimension des Fisches deutlich, er hatte eine Länge von 170 Zentimetern und ein Gewicht von 41 Kilogramm.

„Für alle Vereinsmitglieder, besonders natürlich für die Nachwuchsangler und das jüngste Vereinsmitglied Elias, war das ein sehr seltenes Angelerlebnis, für den Angler ein Lebensfisch“, so Steffen Volkenand. Der laut Volkenand leckere Riesen-Wels soll geräuchert und gegessen werden. Satt werden dürften von der Portion einige Vereinskollegen ... (red/nm)  

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