Rohbau in Oberbreitzbach ist fertig

Richtfest für neues Hohenrodaer Rathaus

Der Richtkranz schwebt: Dem Richtspruch von Zimmerermeister Thomas Rudolph (hinten) für das neue Hohenrodaer Rathaus wohnte wegen der Corona-Beschränkungen nur eine Delegation der Gemeindegremien bei.
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Der Richtkranz schwebt: Dem Richtspruch von Zimmerermeister Thomas Rudolph (hinten) für das neue Hohenrodaer Rathaus wohnte wegen der Corona-Beschränkungen nur eine Delegation der Gemeindegremien bei.

Ganz auf ein Richtfest für ihr neues Rathaus zu verzichten, kam für die Gemeinde Hohenroda trotz Corona-Pandemie nicht in Frage.

Oberbreitzbach –Schließlich ist mit dem traditionellen Richtspruch neben dem Dank an Architekt und Bauherr auch eine Segensbitte für das Haus und seine Bewohner – oder in diesem Fall Nutzer – verbunden. Wegen der derzeitigen Hygiene- und Abstandsregeln fand die Zeremonie, an deren Ende Zimmerermeister Thomas Rudolph aus Mansbach auf dem Dachstuhl ein Schnapsglas leerte und zu Boden schmetterte, am Dienstag nur in kleiner Runde aus Mitgliedern des Gemeindevorstandes und Vertretern der Fraktionen des Gemeindeparlaments statt.

Die nutzten im Anschluss gleich die Gelegenheit, das Innere des Rohbaus in Augenschein zu nehmen. Die Führung durch die wegen noch fehlender Zwischenwände bislang nur zu erahnenden Büros der Gemeindeverwaltung übernahm Bürgermeister Andre Stenda.

Anfang Mai hatten die Abriss- und Erdarbeiten für den Erweiterungsbau am Bürgerhaus im Ortsteil Oberbreitzbach begonnen. Im Bestandsgebäude wird unter anderem das Dachgeschoss saniert. Dabei sollen auch die baufälligen Gauben entfernt werden.

Im Januar 2017 hatte das Hohenrodaer Gemeindeparlament den Verkauf des bisherigen Verwaltungssitzes im Schloss Hohenroda beschlossen. Das Gebäude wurde vom neuen Eigentümer inzwischen teilweise zum Gästehaus umgestaltet.

Durch den Verkauf des Schlosses und die Doppelnutzung des Bürgerhauses sollen die Unterhaltskosten für den Gebäudebestand verringert und barrierefreie Verwaltungsräume geschaffen werden. Für Neubau und Bestandsgebäude erwartet die Gemeinde finanzielle Unterstützung aus mehreren Fördertöpfen: 62 200 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm für die Sanierung des Dachstuhls (Investitionsvolumen: 69 200 Euro), 95 000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm für die Gestaltung der Außenanlagen (Investitionsvolumen: 162 000 Euro) sowie 676 500 Euro aus der Hessenkasse für Neubau und Sanierung (Investitionsvolumen: 751 600 Euro). Sofern es zu keinen Verzögerungen kommt, soll ein Großteil der Arbeiten bis Jahresende abgeschlossen sein. Als Einzugstermin strebt die Gemeinde Hohenroda das kommende Frühjahr an. jce

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